Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Der Herold des Königs am Di 2 Mai 2017 - 12:01

Ein leises, anhaltendes Jaulen war, als sie dem Gang weiter folgten, zu hören. Ein paar mal mussten die beiden, da die Decke teilweise eingestürzt war, gebückt oder an der Wand entlang kriechend weitergehen. Frost wuchs auf dem Boden und machten einen Pfad aus Fußspuren deutlich. von der Decke hingen, immer dort, wo Wasser in den Gang eingedrungen war, Eiszapfen. niedrigerhänge waren bereits abgeschlagen worden. Je weiter sie kamen, desto deutliche wurde die Quelle des Geräusches. Kalter Wind pfiff ihnen zunehmend entgegen.

Schließlich erreichten sie das Ende des Tunnels. Die Letzten paar Schritt wirkten mehr wie eine natürliche Höhle, als wie menschengemacht. Halb von Schnee bedeckt, halb von totem Gestrüpp überwuchert führt der Weg Sie in die kalte Nacht und unter den allmählich aufklarenden Nachthimmel. Gerade als Andur sich durch die Büsche schlagen wollte, um nach draußen zu gelangen, fiel im eine Schnur auf, die etwa auf kniehohe direkt vor der Gestrüppwand gespannt worden war.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Andur am Di 9 Mai 2017 - 8:38

Andur streckte den Arm aus das Hellmar nicht weiter gehen konnte.
"Vorsicht!" Flüsterte er und deutete auf die Schnur.
Behutsam stieg er drüber hinweg.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am So 14 Mai 2017 - 22:50

Vorsichtig führte Andur den Handwerker über die Schnur entlang. Versteckt in einer Niesche kam eine Armbrust zum Vorschein. Ungewöhnlich klein und sicher ohne großartige Wucht. Dennoch würde sie einem Ungerüsteten zuetzten.

Der Abt trat durch die Hecke nach draußen. Sich umblickend stellte er fest, dass er sich fast am Fuße des Hügels befand auf dem das Kloster errichtet worden war. Unweit vor ihm floss die Doral und hinter ihm zeichnete sich finster die Geweihten Hallen ab. Nur hinter zwei Fenstern brannte licht. Vom Eingang des Tunnels führten mehrere Pfade im tiefen Schnee ab.
Einer wand sich den Hügel entlang gen Klosterbau. Ein anderer führte tiefer in den umliegenden Wald. Der dritte letztlich führte wohl ans Ufer der Doral.


...
"Und denkt daran werte Scolaris, haltet Euch immer einen Weg offen, für den Notfall. SjennwA! Welchen weg hielt sich Meister RaaG offen?"
"Meister Raag... Er trug Beutel mit Staub aus Tollkirsche und Moelint bei sich. Das Pulver warf er in die Luft... Er kam dabei selbst um, nahm aber noch beide Angreifer mit."
"Sehr gut SjennwA! Du passt ja doch auf! Moelint will ich Euch nicht empfehlen, bei höherer Luftfeuchtigkeit klumpt das schnell, jedoch...
"Moment Meister?!"
"Ja? Was ist denn TaraS?"
"Wollt Ihr damit sagen, wir sollen es ihm gleich tun?"
"Ich will Euch zumindest nicht davon abhalten. Harte Zeiten verlangen harte Maßnahmen."
"Aber..."
"Ja?"
"Ach, schon gut."
...
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Hellmar Discher am Mo 22 Mai 2017 - 19:29

Hellmar sah sich um und versuchte irgendwelche Spuren im Schnee zu entdecken. Schließlich konnten die beiden sich nicht einfach in Luft aufgelöst haben.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Der Herold des Königs am Di 23 Mai 2017 - 10:37

Auch Hellmar konnte nicht ausmachen welchen der "Spurrillen" sie zuletzt wohl genommen hatten.
Alle drei waren mit einer Kruste aus Schnee und Hagel bedeckt und keine von ihnen wirkte frisch noch sonderlich alt.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Hellmar Discher am Di 23 Mai 2017 - 19:23

"Dü Andur, ick gleeve dat moaket nich so veel Sinn hier durch den deipen Snie tao Lupen. Loat üsch man leever wehr ins Kloster goahn und taokieken dat wie den Durchgang taomoaken."
Hellmar Blick schwiff bei den Worten über die Karge Schneelandschaft
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Andur am Mi 24 Mai 2017 - 9:43

"Ich denke auch, entweder verirren wir uns oder sie sind hier gar nicht lang gegangen."
Andur packte den Bolzen der kleinen Armbrust und sorgte dafür das sie keinen Schaden mehr anrichten konnte.
Vorsichtig ging er wieder zurück.
"Sei trotzdem nicht so laut, vielleicht haben wir was übersehen." flüsterte er.

(So bin ab jetzt bis Sonntag aufm ZDL entweder Andur verschwindet jetzt einfach oder ihr wartet;) )
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Der Herold des Königs am Mo 29 Mai 2017 - 19:29

...
"Scheiße ist das kalt!"
"Mhm..."
"Sind die Unterlagen vollständig?"
"Glaub... glaub schon. Wir hätten sie einfach sofort verbrennen sollen."
"Das war dumm. Ja."
"Und wir hätten dem schwachsinnigen Tischler einfach Moelint in seinen Met schütten sollen."
"Wer hätte denn ahnen können, dass der so - Vorsicht Ast! - dass der so fixe Beine hat.
"Es war leichtsinnig TaraS."
"Ja..."
"Das war's dann wohl mit der "Hintertür"
"Das war es dann ...Fast."
"Hm? Achso... Ich würd mich da nicht drauf verlassen... Aber dass werden wir wohl frühestens im Frühling erleben."
"Hm... Was sagen wir dem Meister?"
"Da überleg ich mir noch was - Da sind Steine! Lenk' besser mal auf die andere Seite!"
"Seh's... Da vorn kommt auch dies elende Dorf."
"Die Bauern haben ein paar gute Pferde. Das Floß lassen wir einfach weiter treiben..."
"Ist gut... Ich hoffe es hat wenigstens den alten Zausel erwischt! So hat'er uns zumindest ein bisschen Zeit geschenkt."
"Mhm..."
"Scheiße ist das kalt!"
...


...
Borgumil überlebte. Vorerst. Der Heiler, der kurz der Weil später das Kloster erreichte meinte, dies läge vor allem daran, dass ihm schnelle Hilfe zu Teil gekommen sei. Er war sich jedoch nicht sicher, ob dieses Leben ein Gutes sein würde. Der Alte blieb bettlägerig. Mal schlief er tagelang. Mal sprach er mit Personen, die gar nicht da waren. War er bisher schon leichtgewichtig gewesen, so wandeltet ihn die mangelnde Bewegung und die mehr schlecht als recht verlaufende Nahrungsaufnahme mehr denn je in ein graues, wandelndes und deliriendes Skelett.
...


...
Wie lange Hellmar noch im Kloster verweilte, ob und wie er entlohnt wurde, ob es sonst noch etwas zu tun gab oder ob Andur ihn der Kollaboration bezichtigte, das steht auf einem Anderen Blatt. (Spielt es aus^^)
...


ENDE (Von meiner Seite.)
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Hellmar Discher am Mo 29 Mai 2017 - 22:05

Als sich Andur und Hellmar zurückgekämpft hatten, sich um den verletzten Alten gekümmert hatten, nutzte Hellmar einen stillen Moment:

"Wat schall wie denn mit den Eingang moaken? Dat kann ja nu so noch blieben, ick gleeve nich dat schy ne Hinderdeer hem witt. Entweder schy holt schik nen Möhrer und büet ne Möhre hinner dem Gewölbe, oder glieks hinner dem Regal.
Und bevor ick dat vergette. Wie mott üs noch um den doaden Handwerker im Keller kümmern." hellmar machte eine kurze verlegen Pause.
"Und dann was da noch die Froage noach mien Lohn....."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Andur am Di 30 Mai 2017 - 9:17

Andur saß an seinem Tisch und schrieb Briefe.
Einen an fähige Ordenskrieger und einen an einen Handwerker der ihm das Loch dicht machen sollte.

"Ich werde es bewachen und erkunden lassen, die Eingang wird zu gemauert und verschlossen. Der Mann wird geborgen werden und ein Begräbnis bekommen wie es ihm zusteht."
Andur schrieb alle Anweisungen auf und Reichte sie an einen Novizen weiter.

"Dein Lohn? Hellmar ich habe dich nicht angeheuert oder der Orden. Sind dir irgendwelche Kosten entstanden? Ich kann dich nicht für Arbeiten bezahlen die ich nicht will, sonst werde ich im Frühjahr wieder mehr ärger mit den Handwerkern bekommen....... jedoch was ich kann ist dir deine Kosten zu bezahlen und dir anbieten bleib hier bis zum Frühjahr wenn die Straßen von Schnee frei sind. Dann brauche ich auch wieder Handwerker die hier arbeiten."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Lilian Cullodeen am Mi 31 Mai 2017 - 9:53

Da Lilian sich entschieden auch im Kloster zu bleiben. Die Reise mit der Kutsche war bei diesem Schneefall zu beschwehrlich.
Als Hellmar zu Andur kam saß auch sie an einem Tisch und schrieb einen Brief nach Astrenat, sie wollte den besten Arzt aus der Hauptstadt kommen lassen. Borgumil sollte nicht so ein Ende finden müssen.
Bei den Worten des Handwerkers wurde sie hellhörig und wartete Andurs Antwort ab. Nachdem er fertig war ergiff Lilian das Wort:

'Hellmar, ich möchte dir eine Belohnung geben. Zum einen dafür, dass du Andur in diesem seltsammen Tunnel begleitet hast, zum anderen weil du geholfen hast Borgumil zu retten.'

Lilian lächelte dem Handwerker freundlich entgegen.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Hellmar Discher am Sa 3 Jun 2017 - 23:26

"Dat is nett von dick, Lillian. Oaber entweder werd ick för miene Arbeit betoahlt, oder goarnicht. Ick was von wem anneheuert der sick as Mitglied vom Orden ütegeben hett und wenn schy nich in der Lage west fremde Lije üt ehn egenen Kloster rüt ta holn dann is dat nich mien Problem. Und wenn dat nich genuch för dick is, dann mosst dü dick moal de froage stellen wat wohl passiert wehr wenn ick nich överlevet und schyk bescheidegeven hett. Hier bleben werd ick nur wenn ick för miene Arbeit uck entlohnet werd, andererseits goah ick wehr trije, denn dä Snie is nich so deipe dat ick nich durch kohmen würde. Und selbst wenn ick hier bleben doa, kann ick dat nur solange wie wir in Bärenfels kein Holt mehr hemm denn ohne de Erlaubnis vom Baron darf ick hier nich blebm."
Hellmar überlegte kurz
"Wenn dü mick schon nich betoahln wutt, giff mick wenigstens Holt för de Motte mit. Dann mott ick nich mit lerrichen Händen noa Hüs goahn."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Andur am Mo 12 Jun 2017 - 7:31

"Verzeiht​ das ein Kloster keine Wehranlage ist."
Der Ordensmeister schüttelte den Kopf.
"Wie gesagt, ich zahle Materialien​ die du selbst holen musstest. Deine Arbeit habe ich nicht bestellt, wenn ich dich bezahle für etwas das ich wieder abreisen werde, nachdem dort alles erkundet ist, werden das auch andere Handwerker tun. Ich kann dich nur entschädigen, was dir an Materialien genommen wurde."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Hellmar Discher am Mo 12 Jun 2017 - 21:50

Hellmar schaffte es kaum seinen Ärger zu unterdrücken. Schaffte es dann aber sich zu fangen.

"Schen..... Dann gifft dat joa wohl nix mehr tao sechen." Mit diesen Worten drehte er sich auf dem Absatz um und ging zur Tür. Im Türrahmen blieb er noch stehen, drehte den Kopf zu Andur und Lillian und nickte ihnen knapp zu.

Dann ging er sein Zeug holen, schweigend, die Kiefer aufeinander gepresst und die Hände zu Fäuste geballt.

Nachdem er sich seinen Kram geschnappt hatte, suchte er den schnellsten Weg zum Ausgang, trat aus dem Klostereingang hinaus und als ob Ketten von ihm abgefallen wären, brach es aus ihm heraus: "DRECKS-MISTIGES-SCHIET-KLOSTER!!!!!!"

Das war das erste und letzte mal das er freiwillig für den Orden gearbeitet hatte. Und wenn, dann nur über einen ORDENTLICHEN Aufschlag, darauf könnten diese Kleider tragenden, verlogenen, parfümierten, abgehalfterten Lügenmäuler einen lassen!

Hellmar stapfte durch den Schnee zur Unterkunft, in der er schon auf dem Hinweg geschlafen hatte. Dort nahm er, anscheinend immer noch ärgerlich drein schauend, sein Abendessen ein. Ein paar Durchreisende und Leute aus dem nächsten Dorf wurden auf Hellmars sauren Gesichtsausdruck aufmerksam und sprachen ihn an, worauf Hellmar ihnen vom unzuverlässigen Orden erzählte.
Sicher, so einiges an Hellmars Ausführung war wohl etwas überspitzt dargestellt, aber das erschien Hellmar völlig legitim.
Solle der Orden doch mal versuchen genug Handwerker anzuwerben, wenn Gerüchte über Vertragsbrüchigkeit und schlechte Bezahlung bei den Arbeitern der Umgebung die Runde machten.

Am nächsten Morgen machte er sich früh wieder auf die Reise zurück nach Bärenfels.

Es war Zeit zurück auf die Burg zu kommen...... Es gab viel zu tun.

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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Mi 14 Jun 2017 - 14:23

Zeitsprung - bis nach den Begebenheiten des Tränen des Berges
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Bogumil stand schwer Atmend vor dem Kloster. Seine saure Miene sprach Bände. Er hatte vorhin seine Sachen in den Keller des Ordens gebracht. Die letzten Worte des Lechler waren "all Ihr Besitzt gehört jetzt dem Orden, seien Sie vorsichtig damit, sonst wird es Ihnen teuer zu stehen kommen. [...] Der Orden sieht es gerne, zugriff auf qualifizierte Leute zu haben, auch wenn es über den besitzt dieser Personen laufen muss."
Aha... soviel zu den Beschwatzungsversuchen des Lechler auf dem landhaus des Herrn Landraik. Es war mieser als er es sich hätte vorstellen können. Mit der Destille eines Lenz wollte man ihn damals locken und nun?
Was hatte er getan, im Dorf Schwarzbergen war es im Zuge einer Losung für ein Menschenopfer und der plötzlichen Einbürgerung ihm fast an den eigenen Kragen gegangen - seine einziege Zuflucht boten die zufälligerweise in der 2. Expedition mitgereißten Amsivaren. So stellte er sich unter der Versicherung des Lechler in den Glauben und unter dessen Schutz ("Keine Sorge innerhalb der nächsten acht Tage, oder wann es Ihnen beliebt können sie den Orden wieder verlassen"). Das dies nicht auch seinen Besitz beträfe wurde ihm klamheimlich verschwiegen. Das Opfer ging an ihm vorrüber statdessen wurden der Dorfvorsteher und die gute Gundel gelost, wobei diese durch ihren Geliebten, der ungeachtet aller Anwesenden sich als sie ausgeben konnte, mit seinem Tot beim Opfer gerettet wurde. Traurige Tode, von niemandem verhindert - was eine Verschwendung. Nach der Aufforderung das Dorf zu verflassen und der Aussprache einer Banglobule gegen die scheinbar paktierenden Dorfbevölkerung war Bogumil nichts anderes übrig geblieben, seinen Ort der Studien hintersich zu lassen. Auch die Dorfchronistin musste er hinter sich lassen obwohl es ihn schmerzte, wenn er an sie dachte. Die Beziehung hatte sich vortrefflich entwickelt. Sie hatte ihm so den Zugang zu vergangenen Schriften ermöglicht. So Er stieß auf eine sehr grundlegende Alchemie, die ohne höhere Grundlagen ihm ermöglichte einfachste und doch wirksame Tränke zu fertigen. Zum glück ist es ihm jetzt möglich, durch das Erlangen seltener Substanzen, sich an dem Trank des Traumtänzers zu versuchen. Ein Trank der es ihm oder anderen ermöglich die eigene Kreative Leistung zu steigern.
Aber nun - wie kahm er nur wieder aus dieser Misslichen Lage. Er musste mit Duran sprechen, doch erst einmal hieß es gute Miene zum bösen Spiel zu machen...
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am Mi 14 Jun 2017 - 15:17

Ein Tee aus Muskatnuss. Oder gestampftes Zitronengras auf die Schläfen. Oder noch etwas von diesem hervorragendem Alraunenschnaps. Oder...
Johanns Schläfen pulsierten und er hatte sich schon mehr als einmal heute gefragt, ob er sich den Schädel nicht einfach mit einem Pfirem öffnen sollte.

"Wie weit iss'es denn noch?!"

Johann blickte an das Balg herunter, das an seinem Gewand zerrte:
"300 Schritt weniger als beim letzten mal als Du gefragt hast."

"Meister, s'freut uns, dass'a was für uns habt."

Der Blick wanderte vom Jungen auf den Akne-gekrönten Halbstarken neben sich:
"Ich bin kein Meister... ...Und auch DU wiederholst dich.

"Da vorne brennt es!"

Träge wand der Kämmerer seinen Blick abermals in eine andere Richtung:
"Das sind Schornsteine, ...die rauchen."

"Das sind garkeine!"
"Ja wohl! Da!
"Was? Ne."
"Heißt das wir sind da?"
"Wir sind bald auf'a Burg!"
"Sind die nett da?"
"Rabarbarababrababarabarba...."

Das pochen in den Schläfen wurde schlimmer.

Als sie das Schiff verlassen hatten, sagte man ihnen, dass eine Weiterfahrt nach Astranat aufgrund eines Redereibrandes, bei dem leider zwei Flussschiffe das Zeitliche gesegnet hatten, vorerst ungünstig sei. Da Meister Barax in Astranat selbst jedoch noch, bezüglich mancher Spannungen die sich in der Fremde aufgebaut hatten, ohnehin noch anderweitig beschäftigt war, trennte sich kurzerhand ihre Wege. Johann machte sich mit einem Teil der Gesandtschaft auf den Weg gen Doralsmund. Per Kutsche kamen sie auch recht schnell voran. Bedauerlicherweise kamen sie an einem Örtchen vorbei, dessen Name sich Johann nicht erst die Mühe gemacht hatte um es sich zu merken. Hier hatte es den Bauern wohl eine Ernte verhagelt und es war ein allgemeines Gemurre zu hören. Wiedereinmal teilte sich die Gruppe und Johann blieb zurück um sich etwas um die Sorgen der Leute zu kümmern.

Nun bedauerte er es.
Einer der Bauern kannte doch tatsächlich noch das Gesetz des Ferskang. Laut diesem konnte man seinen Kirchenacht auch in Form seine Acht-geborenen Kindes als besagten Ferskang an ein Kloster geben, damit diese hier als Skuolāri aufgezogen wurden. Für die Bauern hieß dies ein Maul weniger, das sie stopfen mussten und für die Kinder eine gescheite Ausbildung.
Eigentlich wollte der Kämmerer dem Altklugen Bauern nur mitteilen, dass er mit seiner Vermutung recht habe. Leider kam er nicht mehr dazu den Satz "Wir haben aber gerade kein Interesse an solchen." auszusprechen. Dieser ging in Gejubel unter.
Und nun stapfte eine Horde schmutziger und ungebildeter Jungen und Mädchen neben ihm her.

Den Alchemisten nahm er nur am Rande war und begrüßte ihn mit einem lakonischem "Moin." und trat in den Innenhof. Gleich der erste Novize der ihm über den Weg lief wurde mit einer knappen Geste aufgehalten. "Die Blagen sollen sich waschen. Dann bekommen sie eine Gruppenunterkunft. Ist der Speicher über der Pferde... Ach, Ihr findet schon was. Beim Mittagessen will ich die dann alle im Remter sehen. Es gibt einiges bekannt zu machen. Schaut nicht so. Die sind Ferskanga. Oblaten für den Orden... Nun macht schon!"

Als die aufgeregte Meute, Johann war es immer noch ein Rätsel, warum lediglich einer unter Ihnen Hemmungen hatte seinen Hof zu verlassen und zögerlich war, verschwunden war, wand er sich endlich Bogumil zu.

"Bogumil, es freut mich Euch zu sehen!" Wollen wir vielleicht einen kleinen Spaziergang machen? Ich will gar nicht wissen was sich auf meinem Schreibtisch anhäuft und könnte etwas Ruhe gebrauchen. Außerdem habt Ihr sicher noch ein paar Fragen."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Mi 14 Jun 2017 - 22:27

Bogumil besah sich der Blagen, die an ihm vorbeikahmen und machte sich sorgen um seine verschnürrten Pakete und gar empfindlichen Glasaparaturen.
"Ich wäre zu einem Spaziergang bereit, wenn ich einene Schlüssel für den Kellerraum bekommen könnte in dem meine Sachen nun stehen. Ich kann es mir nicht leisten das schmutzige Kinderhände dort alles durcheinander Bringen oder nachher es noch mein verschulden sein soll, dass einer der Klein Erwachsenen sein leben in den Kellern des Ordens unverhofft aushaucht."
Bogumil wartete auf eine Antwort.
"Lass uns den Raum wenigstens vorher abschließen und dann auf eine kleinere oder größere Runde über den Orden und die Achte reden."

Mit einem kaum merklich verbissen Lächeln besah er sich Lechler und rang mit seinen Händen hinter dem Rücken. Fassung zu behalten war nun einer der wichtigsten und schwierigsten Tugenden bei denen er sich schwer getan hatte diese zu praktizieren. Aber in der Not - oder bei den Achten - war es nun doch einer der besten Momente sich weiter darin zu üben.

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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am Do 15 Jun 2017 - 1:04

"Die haben in Hütten gehaust in denen ich kaum aufrecht stehen konnte. Ich glaube wenn die das Innere des Tempals sehen, dann sind sie erst mal einen halben Tag mit Staunen beschäftigt. Außerdem wird ihnen hoffentlich bald ein Zuber bereitet. Unsere Geschwister kümmern sich da sicher drum." Das schwere Eingangsportal des Tempals war zu hören gefolgt von einem vielstimmigen "Ohhh". Johann lächelte ihn breit an.
"Die Lagerkeller lassen wir in der Regel unabgeschlossen. Sonst müsste fast jeder einen Schlüssel haben. Aber ich kann Euch Eure Sachen später in eine Kammer oberhalb der Schmiede bringen lassen. Dort haben wir noch etwas Leerstand... Glaube ich... Da macht es sicher nichts wenn ein Raum vorübergehend genutzt wird."

Da der Alchemist noch nicht allzu Glücklich wirkte wand er sich noch an eine etwas mollige Frau in grün-weiß die gerade eine Pferdekrippe mit neuem Stroh versorgte.

"Dintra?" Johann war sich nicht sicher ob der Name stimmte, sie wand sich jedoch mit fragendem Gesichtsausdruck zu ihm um.
"Was? Ach Bruder! Schön dassa' wieder da seid. Wir ham' die Briefe bekommen. Wie isses Euch denn ergangen?"
"Das erzähle ich Euch später... Allen zusammen. Lange Geschichte. Aber seid doch so gut und kümmert euch etwas um das Werkzeug und die Gerätschaften des guten Bogumils. Er sorgt sich um ihre sichere Verwahrung."
"Joa?" Dintra blickte fast bedauernd auf Bogumil und schien zu versuchen aus ihm schlau zu werden, verwarf das Vorhaben jedoch schnell.
"Na des ist kein Problem. Will mich gleich im Keller eh noch um die Salbe kümmern... Die flockt n'bisschen. Pass dabei dann einfach auch noch auf'e Tür zu dem sein Kram auf."
"Habt dank! Wir werden auch nicht derart lange weg sein."

"Wollen wir dann?" fragte er nun wieder an den Alchemisten gewandt und machte Anstalten den Innenhof zu verlassen. "Worüber wollt Ihr reden?"
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Fr 16 Jun 2017 - 12:04

Das Zucken seines Linken Auges verriet seine gereizte Stimmung. Seine Lippen wurden schmal.

"Über der Schmiede? Ihr wisst selbst wie oft solche Gebäude es belieben in Flammen aufzugehen? Kaum auszumahlen meine Arbeit in Rauch und Flammen aufgehen zu sehen, die nicht von mir gewollt oder produziert sind. Ihr habt sicher noch die ein oder anderen Räumlichkeiten, die nicht nur durch ein Schmiedefeuer erhitzt werden? Eines mit einem Kamin, in dem das Feuer abbrennt wenn es keiner mehr schürt?"

Bogumil besah sich der Frau, die Lechler eben angesprochen hatte. Mit seiner ungehaltenen Stimmung war er über das Angebot des Aufpassens und der abgelenkten Kinder keineswegs zufrieden. Wobei er dies unter anderen umständen fast schon egal, wenn nicht sogar recht gewesen wäre. Kinder Stellen viele Fragen, viele dumme zwar aber sie können einem mitunter helfen die einfachsten Gedanken für die komplexesten Vorgänge zu finden.
Das Thema wechselnd dem Weg zuwendend Fragte er Lechler:

"Erzählt mir von eurem Orden. Was zeichnet euch aus, was sind eure Gebräuche? Gerade die Neuaufnahme von Ordensmitgliedern oder Schutzbefohlenen würde mich interessieren. Was sind ihre Rechte und Pflichten? Ihr Spracht davon, dass ein eintritt in den Orden einfach sei wie dessen Austritt. Mir erscheint aber, dass ich nicht alle Informationen habe, nach Ihren Andeutungen in Schwarzbergen... Wie seit Ihr in den Orden gekommen?"
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am Fr 16 Jun 2017 - 15:59

Johann wich einem Handwagen aus der von einem jungen geweihten gezogen wurden und klaubte sich aus der ausladenden Gemüsefracht zwei Karotten. Eine reichte er Bogumil und befreite die eigene etwas von Erde.

Das Kloster war wieder zum gewohnten Bienenstock geworden in dem es von Ordensgeschwistern aber auch von Handwerkern die den Bau zu ende brachten und Bauern, die Wahren für diese feilboten nur so zu wimmeln schien. Kaum noch etwas erinnerte an die Tristes der winterlichen Monde.

"Welch Wissbegier," entgegnete der Kämmerer auf den Frageschwall spöttisch.
"Unser Orden ist Ocklas geweiht. Ocklas, wie Ihr sicher wisst, wurde zum Alfordaro berufen weil er die ...Acht Wege... einte. Zuvor hatte jeder Amsivare seinen einen Gott aus der Reihe der Achte. Die übrigen ignorierte er oder sah sie zum Teil sogar als Konkurrenz. Von Ocklas stammt etwa das Zitat:
Ein Edelstein glänzt nur wegen seiner zahlreichen Facetten so schön. Niemand würde auf die Idee kommen nur eine einzige in einen Stein zu schleifen. So sei es auch mit den Achten. Nur in der Gesamtheit würden sie im vollen Glanz strahlen. Der Achtgötterstern stammt auch aus seiner Feder. Zwar berufen sich einige Organisationen in Amsivar auf Ocklas, allen voran die Ocklasgesellschaft zu Astranat, aber einen Orden in seinen Namen gab es vor diesem noch nie. Naja... Zumindest nicht in den letzten paar hundert Jahren.

Unser Namenspatron ist auch der Grund, weswegen wir Recht ...frei sind. Ihr habt sicher schon festgestellt, dass wir nicht die Einheitstracht anderer Orden verwenden. Die Meisten von uns stammen aus anderen Orden, Tempaln oder Gemeinden und haben ihre erste Weihe nicht bei uns durchlaufen. Ihre alten Traditionen sollen sie bei uns fortsetzen dürfen. Wir empfinden den Austausch hierdurch als sehr befruchtend. Auch haben wir so Experten aus den verschiedensten Bereichen vor Ort.
Borgumil - Ihr werdet ihn sicher noch kennenlernen - etwa ist sehr bewandert in den Lehren Elenyas . Dintra stammt, man mag es kaum glauben, von einem Tromm-Tempal aus... ähm... Naja, Ihr wisst worauf ich hinaus will. Und Ihr steht den Künsten Verkals nahe. Ich selbst stamme von der Firnwacht aus dem Nordwesten. Ein zugiges Kloster...

Da die meisten bereits eine andere Weihe durchlaufen haben, ist eine aufwende Skuolārenzeit meist nicht nötig und sie steigen direkt ins Novizentum ein. Natürlich legen nicht alle Ordensmitglieder das Grün-Weiß an. Manch einer wählt eher weltliche Wege und vertritt die Interessen des Ordens im mundanerem Umfeld.

Was bei uns eine gewisse Allgemeingültigkeit an Regelnhat, sind die Zeiten des Skalsangs. Diesen gibt es vor Sonnenauf- und nach Nach Sonnenuntergang, zur Nacht und zur Mittagsstunde. Außerdem wird beim Abendmahl zumeist ein Mezwort gehalten. Das ganze klingt fürchterlich viel, es sind aber eher angenehme Pausen vom Arbeitsalltag. Außerdem ist gerade der Skalsang zur Nachtruhe meist einlullend gemütlich. Auch gilt das Gebot der Sparsamkeit. Das heißt nicht, dass man sich an den Gaben der Götter nicht erfreuen darf, jedoch wird ein Maßloser Genuss, etwa von Alkohol im Orden vor Ort nicht gerne gesehen.

Ach, da fällt mir ein: Geld erwirtschaften wir natürlich nicht. Wir leben vom Kirchenacht. Eventuelle Einnahmen, etwa in Form von Spenden, wandern direkt in die Ordenskasse. Jedes Mitglied hat jedoch ein Handgeld zu Verfügung und das Anrecht Anschaffungen zu empfehlen. Meist haben die Mitglieder hierdurch mehr Ressourcen zur Verfügung als vor dem Eintritt. Sie sind dann zwar nicht Eigentümer dieser Anschaffungen, können sie jedoch frei nutzen. Im Herbst gab es darum einen regelrechten Strom an Literatur der ins Kloster floss. Eine Místra Geweihte hatte zu viel Freizeit und eine Wunschliste erstellt.

Beantwortet das alles ein paar Eurer Fragen?"
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Di 27 Jun 2017 - 7:27

Bogumil schaute interessiert. Nein, dies hatte er bislang nicht gewusst. Nichts davon um genau zu sein. Ihn interessierte die Struktur und er war drauf und dran seine gestellten Fragen zu vergessen.

"Dies beantwortet sicher ein paar meiner Fragen, aber sagt mir, seit wann gibt es den Orden des Orcklas? In wie fern haben die anderen Orden diesen einfach akzeptiert? Ich kann mir vorstellen, dass die alt eingesessenen Orden nicht erfreut wahren, als ein einender Orden entstand? Wie viele Klöster oder Gemeinden gibt es, die Orcklas gewidmet sind?"

Er putzte ebenfalls seine Rübe, ausgiebig, da er nur zu gut wusste das Sand nicht nur zwischen den Zähnen knirschte sondern auch über die Jahre den härtesten Schmelz bis zum Stumpen schleifen würden. Der erste biss in die Rübe und das weckspucken des Endes machten ihm allerdings klar, dass seine Putzversuche nicht den gewünschten Erfolg hatten. Die knirschenden Geräusche während des Kauens übertönten fast die Antwort des Kämmerers.
Bogumil sag sich verstohlen um, ob er irgendwo Wasser sah, das man potenziell zum abputzen der Möhre nutzten konnte.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am Di 27 Jun 2017 - 16:24

"Der Name ist O-cklas. Nicht Ork-las..." Johann grinste kurz und blickte den Alchemisten einen Moment lang unbestimmt an. "Formal gegründet wird ein Orden ja nicht durch seinen Sitz. Einige Trageweihte etwa ziehen als Wagen-Kolonne durch die Lande. Die haben so was wie einen... einen festen Hafen gar nicht erst. Dennoch Tragen diese Reisenden Namen und Siegel. Unser Orden wurde, so man es denn so sehen will, durch Ocklas selbst vor vielen Generationen gegründet. Er wollte, wie ich schon sagte, einen gemeinsamen... naja Ting schaffen in dem alle Wege zusammenfinden könnten. Dieses vorhaben gelang zwar auch, jedoch wurde aus der Idee im Laufe der Jahrhunderte eher eine Art... Philosophischer Zirkel. Dieser nennt sich Ocklasgesellschaft und verfügt, neben einem kleinen und eher bloß obligatorischen Tempal, über ein Reliquienmuseum und einem Wasserkopf an Verwaltung. Dieser kommt durch die überkirchlich vermittelnde Funktion der Gesellschaft zustande. Als Orden verstehen sich die Gelehrten dieser Organisation jedoch nicht. Es ist eher eine Art Gremium. Wir hingegen lassen den Ursprünglichen Gedanken Ocklas wieder aufleben und lassen seine Ideen auch praktisch wieder Gestalt annehmen. In soweit ...wildern... wir auch nicht in den Interessengebieten der anderen Gemeinschaften und haben sogar gewisse Freiheiten."

Während er sprach führte Johann seinen Begleiter etwas abseits des Weges an der Doral entlang. Von hier aus, so meinte er, war das Profil des Klosters am attraktivsten und vor allem an fertigsten. Auch drang hier der noch immer allgegenwärtige Krach der Arbeiten nicht ganz so penetrant an die Ohren. Bevor er weitersprach nahm er sich noch die Zeit ein paar Bissen von der Wurzel zu nehmen.

"Um also in Zahlen etwas konkret zu werden: Wir sind der erste Orden seit langem, der sich Ocklas verschrieben hat und gegenwärtig der einzige. Wenn es mir auch ein Rätsel ist warum. Und wir sind, in unserer jetzigen Form, jung. Wie gesagt, der Ocklaskult selbst ruhte lange und wir setzten ihn eigentlich nur fort, dennoch kann man nicht leugnen, dass dieses informell natürlich auch eine Art Neuanfang ist. Das Gleiche gilt für unser Kloster. Auch dieses wird durch Meister Barax Wunsch und durch Unterstützung des Herrn von Bärenfels neugebaut. Wir versuchen die große Tempalweihe diesen Sommer zu vollziehen. Aber noch wird eifrig an ihm gebaut."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am So 2 Jul 2017 - 0:40

Bogumil nickte und verlor sich in der Betrachtung des Bauwerkes. Es war aufwendig, nicht dem Pragmatismus der Motte entlehnt sondern kam den Bau eines Götterhauses nahe. Dennoch war deutlich zu sehen, dass die Arbeiten noch lange nicht angeschlossen waren, auch wenn bereits in der Baustelle gewohnt wurde.

"Ihr habt vor den Tempal bereits diesen Sommer zu weihen? Wie geht solch eine Weihe von sich?
Zudem spracht ihr von einem Wandernden Orden, ihr nanntet ihn Targ-Geweiht? Ist es nicht so, dass ein Feuer erlischt, sodass man es auseinander zieht? Befindet sich so die Ordensanhänger also immer gemeinsam auf dem Weg durch Amsivar? Oder verteilt sich die Gesellschaft in allen Winden und Organisiert sich über regelmäßige treffen? Eine Korrespondenz ohne rechte Bleibe oder Anschrift stelle ich mir sehr schwer vor zu organisieren."

Bogumil besah sich des ungesund dreinschauenden Kämmerers zu seiner Seite. Er wartete auf eine weitere Gelegenheit vom Glauben abzukommen und sich organisatorischen Fragen zuzuwenden.
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Johann Lechler am So 2 Jul 2017 - 11:37

"Die Weihe wird mit dem Erhalt von einigen Reliquien zusammenfallen. Im Grunde könnt Ihr Euch das ganze wie eine besonders große Samantkunft vorstellen bei der die Achte um ihren Segen zum Erhalt dieses Ortes gebeten werden und ihnen verkündet wird, dass dieser Ort fortan ihrer Huldigung dient. Und der Bau des Kloster läuft gut vorran. Die Meisten Gerüste und Kräne sind bereits abgebaut, der Dachstuhl steht und ist, weitestgehend gedeckt... Mittlerweile müssten die Arbeiten hier sogar abgeschlossen sein. Ich bin ja selbst erst wiedergekommen."

Johann stutzte ob des falsch ausgesprochenen Namens.

"Und der Name der Göttin ist Tra. Ihr habt noch einiges zu lernen. Wie lange lebt ihr schon in diesen Landen?
Nungut. Es mag Unterschiedliche fahrende Tragemeinschaften geben. Die eine, die ich kenne, reist zumeist im Verbund. Natürlich lösen sich auch einzelne Geschwister aus der Gruppe, erfüllen Botengänge und Aufträge im Lande. Oder sie verweilen Länger an Orten während der Rest weiterzieht und helfen noch solange, wie sie gebraucht werden. Zur Kommunikation senden sie zumeist Briefe an Kloster und geben ihre geplante Route bekannt. Wir sprechen hierbei aber auch nur von einer Personengruppe von etwa zwei Dutzend geweihten und eine Hand voll Novizen."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Do 6 Jul 2017 - 21:55

"Verzeiht, wenn ich darauf zurück komme, aber ihr spracht davon, dass gewisse anschaffungen getätigt werden können im Rahmen des Ordens und dessen wirkkraft. Bedeutet dies, dass ihr die möglichkeiten besitzt an seltene essenzen zu gelangen? Sein es nun Bücher und der gleichen oder andere Alchemische Substanzen?"

Er folgte dem Blick des Kämmerers und sah, dass der ein oder andere Stein eindeutig der eines Lehrlings gewesen war. Gut, wahre Meister ihrer Zunft hatten nicht an dem Bauwerk gearbeitet, dies konnte man allerdings auch nicht in diesen ländlichen Landstrich erwarten. Ob es wohl möglich wäre hier seine Arbeiten vort zu führen? Er rechnete nicht damit - zu Provinzell, bei aller Nächstenliebe und Information, die ihm der Kämmerer entgegenbrachte schien der Aufenthalt hier nach 2 Wintern ausgekostet zu sein, und dies garantierte nicht, dass es ihm helfen würde bei seiner Arbeit vorwärts zu kommen.

"Wenn ich erwägen würde den Orden wieder zu verlassen, bei aller unwahrscheinlichkeit, wie würde dies von statten gehen? Bitte versteht mich nicht falsch, ich wäre nur gern all meiner möglichen und unmöglichen Möglichkeiten meiner Handlung und dessen folgen oder auch der Synthese der bereits erfolgten Handlung bewusst um die Zeit, die ich hier verbringen könnte, mit einer anständigen Thesis verbinden zu können."
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Re: Der Orden des Ocklas - Eine Baustelle

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