Die Unterhandlung des Schreiners

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Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Di 9 Aug 2016 - 22:19

Geoffrey saß auf seinem neuen Stuhl und ließ das Gespräch Revue passieren, dass er mit Sir Landraik geführt hatte.

Nachdem Geoffrey den Aufbau und Hof der Motte des Barons auf sich hatte wirken lassen fasste er sich und überwand seine inneren Zweifel. 'Ich weiß wer ich bin, wo ich herkomme und was ich will, also sei kein Narr. So schneller du das Gespräch suchst desto eher weißt du wo du stehst.' Als er sich aus der Gruppe am Tor löste sah er wie eine Person die Motte durch ein größeres Tor verließ und beschloss dort hinein zu gehen.
Nach kurzer Zeit fand er sich in der großen Halle wieder, ihm gegenüber Sir Landraik. Geoffrey verbeugte sich:
"Sire, ich hatte in den Drachenlanden das vergnügen neben euch in der Schlacht zu stehen und einen Lagerplatz zu teilen, nachdem ihr und euer Baron uns in Balio von den Orks befreit und der Belagerung ein ende bereitet habt. Nun bin ich euch gefolgt, habe meine bisherige Wohnstatt aufgegeben und ersuche euch um in die Dienste des Barons gestellt zu werden, sodenn es euch möglich ist. Leider besitze ich keine Verwandtschaft in diesen Länderrein, die mir ein Dach oder Haushalt zur Verfügung stellen könnten und so bitte ich euch, sodenn es im willen des Barons ist, mir eine Parterre zu gewähren. Ich will, sodenn es mir gegönnt ist, meine Schuld, die ich dadurch beim Baron habe, durch harte Arbeit und Frohendienst ableisten, bis ich die Schuld getilgt habe oder mich aus dieser auslösen kann."
Schweigend wartete Geoffrey auf die Reaktion Landraiks. Hatte er zu viel verlangt?
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am Mi 10 Aug 2016 - 20:18

Landraik musterte den Handwerker und wartete kurz bis er ihm antwortete.
"Ihr bietet eure Dienste dem Baron an? Ihr wart Handwerker in Baliho? Was habt ihr denn dort gelernt und was habt ihr auf dem Fest der Drachen gelernt?"
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Sa 20 Aug 2016 - 22:15

Geoffrey schluckte und setzte an Sir Landraik zu antworten: Ich bin Sohn meines Vaters Wilbolt und meiner Mutter Ella. Die Lehre nahm ich bei Honn dem Schreinermeister in Balio in meinem vierzehnten Lebensjahr auf. Bis zu meinem neunzehnten Jahr arbeitete ich als Geselle und habe unter Honn und Schreinermeister Gutman meine Ausbildung zum Meister des Schreinerhandwerks zum ende des 23. Winters abgeschlossen. Nachdem Balio von den Orks unterjocht wurde müsst ihr verstehen, habe ich getan was mir befohlen wurde. Dort zählten meine Hände zwar aber nicht die Arbeit, die ich lernte.
Auf dem Fest der Drachen kämpfte ich mit der Anerkennung meiner Ausbildung. Nachdem ich durch Vonka und Stephain, die unter dem Ruf des Grünen in die Drachenlande kamen, die Bestätigung meines Handwerks erhalten habe wurde mir in der Handwerkergilde diese anerkannt. Mir wurde zudem die Berechtigung geben, mich fortzubilden. Dies tat ich bei Stephain, der mich in Theorie und in teilen erster praktischer Anwendungen dem Handwerk des Sappeur unterwies. Ich besprach mit eurem Herren bereits über die Ausbildung. Eine Meisterleistung war der Sappeur der Landsknechte, als wir Schwarz belagerten und diese die Palisade des Lagers untergruben und sprengten.
Mein Ziel ist es dem Herrn Baron Duran von Bärenfels als nützliches Werkzeug dienen zu können. Denn ohne ihn, ohne euch, stünde ich jetzt nicht hier.
Sire, ich brach auf aus einer Stadt, die geschunden und geschliffen wurde, so wurde auch ich dort geschunden und geschliffen. Ich ersuche um eine Anstellung, um einen Ort der Bleibe. Um aus meiner Seele zu sprechen, ich will hier versuchen herauszufinden wer, wer ich war. Ich hoffe hier zu finden wonach ich suche so auch euch von Nutzen sein zu können.

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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am So 21 Aug 2016 - 11:00

Landraik hörte sich alles in Ruhe an. Gelegentlich nickte er. Manchmal schrieb er auch etwas auf.
Als Geoffrey aufhörte zu reden sagte landraik noch nichts. Doch plötzlich reagierte er.

"Geoffrey. Es ist gut dass ihr den Weg hier her gefunden habt. Einen sappeur und guten Handwerker können wir immer in der baronie gebrauchen. Ich werde euch also vorerst eine Zimmer in einem der Häuser im Dorf. Dort könnt euch dann eingewöhnen und die anfallenden Aufträge sichten und bearbeiten."
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am So 21 Aug 2016 - 11:40

"Habt dank Sire. Soll ich im Hof warten oder wisst ihr bereits wohin ich gehen kann um anzuklopfen? Zu welcher Stunde soll ich morgen hier sein um die Aufträge zu sichten?" - 'vielleicht gibt er sie mir auch jetzt mit? Wir sprachen noch nicht über den Lohn meiner Arbeit. Bei Honn wurde da allerdings auch nicht viel geredet. Am ende des Monats bekam man was er für richtig hielt und was er sich leisten konnte. Was habe ich von Jorge gelernt? Nicht schweigen, du bist der Herr deiner Arbeit!'
Nach einer kurzen Pause setzte Geoffrey erneut an zu sprechen, fast ungelenk einen Moment zu spät, bevor Sir Landraik das Wort hätte ergreifen können, aber nur fast: "Sire, ich weiß, dass wir gerade erst aus den Drachenlanden wieder eingekehrt sind und es sicher die Bücher zu prüfen gilt. Doch möchte ich mit euch über meinen Lohn sprechen. Noch habe ich in diesen Landen kein Werk getan, doch in den Dachenlanden an eurer Seite gekämpft. In den Dachenlanden stelltet Ihr mir Kost und Unterkunft sowie einen Lohn. Hier stellt ihr mir ein Zimmer, doch weiß ich nicht wie weit ich mit den zwei Kupfern komme, die ich von euch in den Drachenlanden für meine dienste erhielt. Ein wenig ist mir von der Reise aus Balio geblieben, doch weiß ich nicht, ob dies reicht mich bis zum ende der Woche zu verpflegen."
Geoffrey verstummte und nahm Haltung an. Gewappnet, auch wenn sein Wunsch nach einem Lohn vorerst ausgeschlagen werden würde.
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am So 21 Aug 2016 - 14:22

Landraik blickte auf von seinen Büchern auf. "Eure Dienste in den Drachenlanden waren sehr hilfreich und hattet euren Lohn dafür erhalten. Ich werde mir etwas Zeit nehmen um euren Lohn für die restliche Zeit zu bestimmen."

Schließlich schrieb Landraik einen kurzen Brief.

"Nehmt dieses Schreiben und zeigt es in der Gaststätte im Dorf. Er wird euch ein kleines Zimmer zuweisen, Vorerst. Bis es mit eurem Lohn geklärt ist, werdet ihr für Kost und Unterkunft nicht aufkommen müssen." erklärte Landraik und reichte ihm einen kleinen kurzen Brief.
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am So 21 Aug 2016 - 16:41

Geoffrey nahm den Biref entgegen. "Habt dank Sire."
Er verbeugte sich und verließ die Halle.
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Hellmar Discher am Fr 2 Sep 2016 - 18:08

(OT: Ích weiß das ich etwas spät dran bin, aber dennoch mische ich mich hier auch mal mit ein Wink )


Hellmar lehnte an der Wand neben der Türe, als Frey, mit einem Brief in der Hand, die Kammer verließ: "Und, wat het hei secht?", kurz lies er sich in Kenntnis setzen.
Das hörte sich doch gut an, die beste Nachricht seit Monaten! Arbeit, endlich eine feste Anstellung. Auf dem Fest der Drachen wurde ihm zugesagt das der Baron die Kosten für die Ausbildung zum Baumeister tragen würden. Doch dies war die wirkliche Welt, was nützte es Hellmar wenn er nur in den Drachenlanden ein Anstellung finden würde? Hier jedoch schien es genügend zu tun zu geben und Hellmar könnte direkt hier anfangen das geliehene Geld für die Baumeister- Ausbildung zurück zu zahlen.
Hellmar betrat die Kammer in der Landraik über seinen Büchern gebeugt saß: "Moijen Sire, ick wutt nich störn, oba ick hef höret dat dat hier Oarbiet gift und dat der Baron güde Handwerker brük. För mienen Palisaden- Bumeister mutt ick nu ein Jahr woarten und in dissem Jahr mien Mesiterstück moaken. Also hef ick mick dacht dat ick hier oarbieten kann um dat Geld für den Meister tregge tao zahln."
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am So 4 Sep 2016 - 11:19

Landraik blickte vorerst weiter auf seine Bücher und atmete tief durch. Dann konzentrierte er sich nochmal um ihn zu verstehen. Könnte er ihm irgendwann mal wie Zunge richten lassen? Oder war es doch der Keifer? Dann blickte er auf.

"Hellmar. Schön dass auch ihr auch hier her gefunden hast. Ihr sucht also weiterhin die Anstellung in den Diensten des Baron? Das ist schön zu hören. Was sind denn eure Bisherigen Werke und was könnte der Baron von eurem Können gebrauchen bzw. erwarten?"
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Hellmar Discher am So 4 Sep 2016 - 13:42

"In Baliho was ick nen Discher wesen. Wenn jey also Möbel brücket, kann ick die moaeken. Oaber inner Stadt ham mick die Orks för dat repariern vonne Palisaden abbestellt. Överher musste ick noch die Belagerungswaffen in Schuss hoalten.
Von dem wat ick bisher schaffet heff, is nix mehr blieben. Die Orks hem dat entweder verbrannt, zerkloppt or gefreten. Oaber ick zeige gern wat ick kann und miene Hände seuken Oarbiet.
Wenn dü wen brükest der mit bim Bü vonne Möhre mit anpacket, die Hieser repariert or sick bie de Belagerungsgeräte mit nützlich moaket, bin ick dien Mann.

Allet wat ick will, is nen gerechter Lohn und ne sichere Anstellung"





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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am So 4 Sep 2016 - 19:57

Landraik hörte sich alles ruhig an, musste sich jedoch sehr konzentrieren.

"Lohn und Arbeit haben wir für euch. Auch hier werden wir immer einen Tischler gebrauchen können. Über den Lohn werde ich nachdenken. Bis dahin werdet ihr Kost und Unterkunft von uns erhalten."

Er nahm ein Papier und seinen Stift zur Hand und setzte ein schreiben auf. Schließlich setzte er sein Siegel darunter und reichte es ihm.
"Ihr werdet Unterkunft in der Schenke im Dorf erhalten sowie Verpflegung, sobald ihr dem Wirt dieses schreiben zeigt. Außerdem dürft ihr euch nach Aufgaben zu und anfallende Arbeit im Dorf und auf der Burg erkunden."
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Hellmar Discher am So 4 Sep 2016 - 21:56

Ein Lächeln zeigte sich auf Hellmar´s Gesicht.

"Danke Herr, dat wirst dü nich bereuen!". Dann verschwand das Lächeln wieder aus seinem Gesicht: "Herr.... da gift dat noch wat, wat ick noch froagen mutt. In Baliho was ick nen fryer Mann wesen, und ick was niemanedem Rechenschaft schuldig as die Götter und dem Recht. Oaber wat bin ick nu? Nach Baliho goah ick nich mehr tregge, doch ick was liever Dohd as weher nen Sklave tao sein. Leibeigene sin weniger Wert as dat Vieh oppm Felde!"

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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Landraik am So 4 Sep 2016 - 23:03

Der Ritter blickte erneut auf.
"Darüber wird entschieden. Aber noch nicht jetzt. Ich werde das mit dem Baron besprechen sobald es möglich ist. Ihr könnt nicht nachweisen dass ihr ein freier Mann wart und momentan steht ihr schon mal in den Diensten des Baron. Also habt Geduld."
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Hellmar Discher am Mo 5 Sep 2016 - 0:07

Hellmar blickte den Ritter wortlos an und lies sich einen kurzen Augenblick bevor er antwortete: "Danke, mien Herr. Ick werde kieken wo ick mit anpacken kann."
Der Tischler nahm den Brief entgegen, verbeugte sich kurz und drehte sich dann auf der Stelle um, um Geoffrey hinterher zu eilen.

Gerade als dieser über den Burghof ging, holte Hellmar ihn ein. "Frey! Kieck moal." Und hielt seinem alten Freund den Brief Landraiks entgegen. "Löpt ja goarnich so schlecht für üs. Wat wutt wie nu moaken?"
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Bogumil Wenzelaus am Di 6 Sep 2016 - 22:11

"Na ich würd vorschlagen wir gehen ins Gasthaus und schauen erstmal, dass wir das Zimmer bekommen, dass und Sir Landraik mit diesem Schriftstück versprach."
Er wollte nur nach Hause - eher - er wollte einfach erstmal ankommen. Die Füße still halten einmal zu atem kommen und drüber grübeln wie es denn nun für ihn weitergehen könnte. Das auch Helma eine Anstellung beim Baron erhalten hatte freute Geoffrey, doch hing er mit seinen Gedanken und seinem Gemüt an seiner Zukunft.
So vergaß Geoffrey Helma auf seiner Wanderung durch das Dorf und zur Burg einzuladen und ging alleine.
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Re: Die Unterhandlung des Schreiners

Beitrag  Hellmar Discher am Mi 7 Sep 2016 - 22:09

Im Dorfkrug angekommen bezogen Hellmar und Geoffrey ihre Zimmer. Eigentlich hatte Hellmar erwartet Frey beim Essen zu treffen, aber er war da bereits nicht mehr aufzufinden. Hellmar wunderte sich ein wenig. So richtig schien Geoffrey noch nicht angekommen zu sein. Aber wer konnte das schon von ihnen erwarten......

Naja, egal. Hellmar würde jetzt erstmal eine Runde durch die Burg drehen und sich dann aufs Ohr hauen. Morgen würde bestimmt viel zu tun sein

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