Der Krieg gegen die Orks

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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am Mo 10 Aug 2015 - 23:42

Finja sah Ulfur an dass er sie nicht mehr lange würde hören können und seufzte

"Geh! Ich will erst hören was Landraik zu erzählen hat, dann werde ich dich finden. Er wird auf uns und den Baron achtgeben."
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Mo 10 Aug 2015 - 23:51

Ulfúr fixierte Finja mit seinem Blick.
Einmal noch war er komplett bei sich und kämpfte die Wirkung des Giftes nieder.
"Finja. Was immer Du tust. Folge mir nicht. Flüstere mir in mein Ohr, ich werde Dich hören. Aber folge mir nicht. Vielleicht kämst Du nie wieder. Denk an Dein Kind."

Dann begann er seinen Tanz und führte seinen Gesang weiter.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ti'Larasu am Di 11 Aug 2015 - 0:01

In den Schatten des Zwielichts verborgen saß Ti'Larasu und schaute einfach nur zu.
Die Sterblichen würden sich schon melden, wenn sie etwas bräuchten. So sorgte sie einfach nur dafür, dass nicht wieder dicke hässliche Schatten aus dem Wald gekrochen kamen. Das würde jetzt nur stören.
Genauso würde ihre Anwesenheit jetzt ablenken, also verbarg sie sich in einer Ebene, die man nicht ohne weiteres sehen konnte und beobachtete.

[Anm.: außerdem lese ich hier so gerne mit]
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am Di 11 Aug 2015 - 0:15

Finja seufzte und schüttelte resigniert den Kopf.

Sie wandte sich kurz Duran zu. Sein Gesicht trug immer noch den gequälten schmerzverzerrten Ausdruck.
Sie träufelte sich Öl auf die Finger begann Schläfen und Stirn sanft mit kreisenden Bewegungen zu massieren.
Wieder durchzuckten sie Wellen von Schmerz und leid. Sie konzentrierte sich darauf, versuchte die Gefühle genauer nachzuempfinden.

Sie hoffte das Landraik bald aus seiner Erstarrung erwachen würde.
Selten hatte sie den Ritter so schockiert gesehen.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Di 11 Aug 2015 - 0:36

Ulfúr verlor sich gänzlich in der Trance.
Wieder ging er in die Knie, reckte die Arme in die Luft und sprach noch ein paar Worte mit kratzender Stimme und sackte dann in sich zusammen.
So kniete er nun dort, neben dem Baron.

Doch was er dieses mal vor hatte ging weiter als die üblichen Reisen.
Er stieg in die Geisterwelt auf und hielt dort kurz inne.

Als leuchtende Konturen sah er Duran, Finja und Landraik vor sich.
Der Ritter und die Frau leuchteten relativ hell und kräftig, Durans Licht hingegen flackerte und war schwächer als die anderen.

Was war da bloß geschehen?

Er sah sich um.
"Trur! Fran!", rief er.
Gerade als er dachte, dass keine Reaktion erfolgen würde, sah er zwei kleine tanzende Lichter, die durch die Zeltwände glitten, als wären sie nicht da.
Vor ihm nahmen die kleinen Lichter die Gestalten von zwei jungen Wölfen an, die freudig am Schamanen hochstiegen.
"Ja, ja. Ich habe euch doch auch vermisst!", sagte er kurz und streichelte durch das nicht existente Fell.
Die ehrliche Freude von freien Geistern war etwas, was sein Herz jedes Mal aufs Neue höher schlagen ließ.
Irgendwann würde er hier bleiben - ob freiwillig oder nicht, das war ihm egal.
Irgendwann würde er vereint sein mit all den Freunden, die er hier hatte.

Ulfúr beugte sich zu den zwei Wölfen herunter und sah ihnen abwechselnd in die Augen.
"Passt auf. Ich brauche euch. Spielen kann ich auch diese Mal leider nicht mit euch, aber ihr könnt mir helfen."

Trur setzte sich und schaute den Schamanen interessiert an.
Fran wollte nicht so recht, er war der zappeligere von den beiden, doch irgendwann hatte auch er sich beruhigt.

"Ihr wisst, dass ich euch nie zu etwas zwingen würde. Aber ich möchte ich bitten mich zu begleiten. Diese Welt gibt mir schon viele Möglichkeiten, aber das was ich suche werde ich hier nicht finden. Ich muss weiter.", sagte er mit fester Stimme.

Die Wölfe legten die Ohren an und sahen ein wenig verängstigt aus.

"Ich muss auf die nächste Ebene."

Leises Winseln wurde laut von den Wölfen, die nun tatsächlich besänftigend und als wollten sie ihn davon abbringen die Ohren nach hinten anlegten und vor Ulfúrs Gesicht in der Luft leckten.

"Ich würde es nicht tun, wenn es für die Amsivaren nicht so ungemein wichtig wäre. Der Baron ist eigentlich ein guter Mann. Über seine Todesdrohung kann ich hinwegsehen, vielleicht lässt ihn das ja wachsen. Bleibt bei mir, gebt meinem Geist Geleit, wenn er es braucht."

Trur und Fran schauten sich an, schauten dann wieder zu dem Schamanen, standen auf und stellten sich an je eine seiner Seiten.
Bessere Freunde konnte er sich nicht wünschen.

Allerdings würde er noch warten müssen, was Finja noch aus dem schockstarren Landraik herausbekommen würde.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Landraik am Di 11 Aug 2015 - 8:44

"Ich ... Ich kann es nicht genau sagen. Nach der Rückkehr der drachenlanden schien er Schmerzen zu haben."
Dann überlegte nochmal kurz.
"In den drachenlanden. Nachdem Duran auf dem Schlachtfeld tödlich verwundet wurde wurde sein Körper ins Lager gebracht. Er lag sehr lange auf dem Schlachtfeld. Zu lange. Also haben wir ihn beerdigt. Wir dachten er wäre endgültig von uns gegangen. Auch wenn dies selten in den drachenlanden passiert. ... So haben wir ihn mit allen Ehren begraben. Auch mit dem klerikalen Segen von andur ... Doch kehrte er schließlich zurück. Er konnte sich an Die letzen Ereignisse nicht erinnern und stand schließlich wieder im Tor unseres Lagers ... Ich weiß nicht was passiert ist, doch dauerte der Weg länger als sonst."

Schließlich blickte er traurig auf Duran und sank auf ein Knie und begann ein stilles Gebet.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am Di 11 Aug 2015 - 11:13

Finja musste schwer schlucken als Landraik davon berichtete. Sie hat gehofft er würde nur über die Ereignisse auf dem Friedhof berichten. Sie gab sich immer noch teilweise dir Schuld daran, von den Vorwürfen die Dragodin gegen sie geäußert hatte ganz zu schweigen.

Sie seufzte schade dass Landraik nicht mehr berichten konnte.

Finja griff nach Ulfurs Hand die schlaff auf dem Boden neben Duran lag. Im Gegensatz zu ihrer eigenen Hand fühlte sich seine warm an.
Langsam schloss sie die Augen,
"Ulfur ich hoffe du kannst mich hören. Duran war tot, allerdings kehrte er durch die Gnade der Sendbotin zurück. Das ist in den Drachenlanden so, ich weiß nicht wie. Allerdings hat es bei Duran diesmal unendlich lange gedauert. Er wurde richtig beerdigt mehr weiß Landraik auch nicht.
Normal findet man keine Toten, sie verschwinden, die Personen kommen gesund allerdings anfangs etwas verwirrt zurück. Meist wissen sie nicht ob sie wirklich tot waren. Ich hoffe das hilft."

Sie öffnete die Augen ließ aber Ulfurs Hand noch nicht los. Ihre andere Hand ruhte wieder auf dem kühlenden Tuch auf Durans Stirn
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Mi 12 Aug 2015 - 23:16

Ulfúr zuckte kurz zusammen, als er die Stimme von Finja in seinem Kopf vernahm.
Keine weiteren Vorkommnisse... das war... gut?
Er wusste es nicht wirklich.

Was er allerdings wusste war, dass es eine lange Reise werden würde.

Er atmete einmal tief durch und strich kurz durch das Fell der zwei Geisterwölfe.
Dann machte er einen Schritt durch die Zeltwand und sah sich um.
Überall tanzten Lichter, überall waren die Auren der Menschen und die Geister dieser Welt vermischt.
Ein gewaltiges Wirrwar an Leben und dem, was eben danach kam.

Mit Trur und Fran an seiner Seite machte er sich auf, ging durch das wirre Treiben und hielt zielstrebig auf den Waldrand zu.
Dort angekommen drehte er sich noch einmal zurück. So weit von seinem Körper entfernt zu sein war anstrengender als einfache, kurze Abstecher um jemandem Geleit zu bieten oder ihn am Aufwachen zu hindern.
Doch er wusste, dass er noch viel weiter gehen müsste.

So ging er in den Wald und sah sich um. Hier und da gab es ein paar Geister, aber es waren noch nicht genug um ihm eine Weiterreise zu ermöglichen.
Er streckte die Arme aus, in der einen Hand seinen Krähenfetisch und in der anderen Hand seinen Fuchsfetisch und rief:
"Geister dieser Welt, ich bitte euch, steht mir bei. Ich muss in die nächste Welt und brauche dabei eure Hilfe. Eine weite Reise muss bewältigt werden zu einem Ort, den ich nicht kenne. Gewährt mir euren Beistand, ich flehe euch an!"

Zuerst sammelten sich nur ein paar Geister um ihn, doch mit der Zeit kamen nach und nach neue Lichter aus dem Wald.
Nach einigen Minuten waren der Schamane und die zwei Geisterwölfe von kleinen leuchtenden Kügelchen umringt. Und es wurden immer mehr.

Einer der Geister wuchs und nahm nach und nach Gestalt an. Die Gestalt eines großen, alten Mannes.
"Warum sollen wir Dir helfen?"

"Die Frage kann ich euch nicht beantworten. Ihr sollt gar nichts, ich bitte euch nur darum. Niemals würde ich versuchen euch zu befehligen. Was ist Hilfe schon wert, wenn sie erzwungen wurde?"

Der alte Mann sah Ulfúr kurz scheinbar gedankenverloren an, doch dann nickte er.
"Du weißt, dass Du vielleicht nicht wiederkommst. Ist er das wert?"

Ulfúr schluckte.
"Ich möchte ehrlich zu euch sein... ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass viele Amsivaren ihn sehr gerne haben und irgendwie auf ihn angewiesen sind... auch, wenn das nicht meinem Lebenskonzept entspricht. Aber es ist nun einmal so und das muss ich akzeptieren. Wenn er stirbt, so werden viele Menschen trauern und ziellos sein. Das zu verhindern soll mein Leben mir wert sein."

Der alte Mann nickte wieder, diesmal langsam und bedächtig.
Dann wurde er kleiner, die Gestalt verschwamm und er wurde wieder zu einem kleinen Energieball.

Die Lichter begannen um Ulfúr herum zu tänzeln.
Sie bewegten sich auf und ab, umkreisten ihn und folgten einem kosmischen Rhythmus, den kein Mensch je vernehmen würde.

Schneller und schneller wurden sie, bis sie zu verschwimmen begannen und der Schamane von Schlieren gleißenden Lichts umgeben zu sein schien.

Er spürte, wie er leichter wurde, wenn man in dieser Welt überhaupt von Gewicht sprechen konnte.
"Na dann mal los...", raunte er und gab sich so tapfer er konnte... wobei nicht zu leugnen war, dass seine Knie schlotterten.

Es wurde schwarz um ihn herum.

Als er die Augen öffnete war es immer noch dunkel.
Konturen zeichneten sich in der Schwärze ab.
Doch eines war sicher - er war nicht mehr dort, wo er vor einigen Augenblicken noch gestanden hatte.

Trur und Fran schnüffelten interessiert. Sie waren die einzigen Geister, die noch bei ihm waren.

Ein gewaltiges Geräusch durchzuckte die Schwärze. Etwas wie das Gebrüll eines großen Tieres.

"Wir können nicht stehen bleiben... und wir müssen uns unbedingt beeilen!", raunte Ulfúr.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Idena am Do 13 Aug 2015 - 17:01

Das Land schien nicht zu enden. Die Bäume, das Gras und die Berge in der Ferne verloren sich am Horizont. Idena stand auf einer weiten Grasfläche, Wind peitschte ihr ins Gesicht, aber es fühlte sich nicht unangenehm an. Sie atmete tief die frische, süßlich schmeckenden Luft ein und schloss die Augen. Es war so einfach. Alles war gut, alles war in Ordnung. Kein Weglaufen mehr. Wandern war keine Flucht.

Als Idena das Donnern von sich nähernden Hufen hörte, öffnete sie die Augen wieder. Reiter in bunten Gewändern mit wuchernden Bärten flogen auf gedrungenen Ponys an ihr vorbei. Einer zügelte sein Pferd ein paar Meter vor ihr, drehte sich zu ihr um, lachte und sagte etwas in einer fremden Sprache. Idena lachte zurück, ging zu dem sandfarbenen Pony, das sie aus Bärenfels mitgenommen hatte, und stieg in den Sattel. Ein Ruf, ein Jauchzen und Idena war Teil des wogenden Grasmeers, das die Nomaden als bunte Farbtupfen durchpflügten. An den Horizont, weiter, immer weiter, fort von Bärenfels. Und fort vom Baron. Idena war frei.

Sie wachte ruckartig auf. Es war dunkel, draußen vor ihrem Zelt waren in der Ferne nur vereinzelt ein paar flackernde Fackeln zu sehen. Ein Traum, nur ein Traum, sagte sie sich. Er hatte sich aber so real angefühlt, dass sie immer noch glaubte, den Geruch der Pferde zu riechen und das Rufen der Nomaden zu hören. Langsam setzte sich Idena auf und lauschte kurz. Es war alles still. Dann legte sie sich wieder hin, drehte sich um und versuchte wieder einzuschlafen.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Fr 14 Aug 2015 - 22:30

Ulfúr wandelte durch das Dunkel der Zwischenwelt.
Trur und Fran trotteten neben ihm her.

Wo er hier war, das wusste der Schamane nicht. Zumindest war er noch niemals zuvor in seinem Leben an einem vergleichbaren Ort.
Eine gewaltige Energie ging von ihm aus und diese entsprang zu einem guten Teil auch aus einem Ort, welcher eine Verbindung zur Zwischenwelt zu sein schien.
Ulfúr stockte.
Was war das für ein widernatürlicher Zauber, welcher hier wirkte?
Gewährleistete dies eine Rückkehr der Seele in die Welt der Lebenden?

Er schüttelte den Kopf.
Das war so überhaupt nicht das, was Ulfúr gutheißen konnte.
Aber er hatte sich so etwas schon gedacht... wie sonst sollte der Baron es zurück ins Leben geschafft haben?

Wieder zerriss ein gewaltiger Laut die absolute Stille.

Der Schamane wurde unruhig. Das war doch schon wieder etwas näher gekommen?

Nervös sah er sich um. Da plötzlich löste sich die Kontur eines Grabsteines aus dem Dunkeln. Der Wolf sah regungslos auf den Stein.
Selbst, wenn das der Stein mit Durans Namen wäre, so müsste er darauf vertrauen das Schriftbild zu erkennen - lesen konnte er nicht.

So ging er ein paar der Steine ab und betrachtete die Gräber.
Irgendwas, was Aufschluss geben konnte musste doch dort auf dem Friedhof liegen.
Da sah er ein Grab, welches noch nicht besonders alt zu sein schien.
Dort vor diesem Grab spürte er eine Person, deren Ausstrahlung er kannte.
Konnte das sein? War Idena dort gestanden?

Er ging auf die Knie.
Wieder das ohrenbetäubende Getose.
Hektisch buddelte er mit den Händen in der Erde herum.
Kein Körper.
Dafür fand er eine kleine, leuchtende Kugel.
Kurz betrachtete er sie, bevor er danach griff und sie an sich nehmen wollte.

Doch es gelang ihm nicht.
Trur drehte sich um. Fran tat es ihm gleich.

"Rha'toul! Warum geht das nicht? Komm schon!", fluchte Ulfúr.

Ein leises Knurren riss ihn aus seinen panischen und völlig fruchtlosen Versuchen, das Licht des Barons aus dem Grab zu bergen.
In dem Moment, in dem er den Kopf hob fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.

"Klerikaler Segen... Beerdigung... Teil des Landes... wir müssen zuerst den Segen lösen.", raunte er, während er langsam den Kopf drehte und hinter sich sah.

In gut fünfzig Metern Entfernung stand ein Wesen und beobachtete ihn.


"Du bist hier falsch!"
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ti'Larasu am Sa 15 Aug 2015 - 1:42

Ti'Larasu beobachtete Ulfúr interessiert, hielt jedoch Abstand. Hatte er sie nicht bemerkt oder hielt er sich bewusst fern?
Ihr Blick wanderte zu dem Wesen und nahm etwas Belustigtes an, während sie langsam näher kam. Der Schamane würde sie in seinem Rücken nicht bemerken, die beiden Wölfe vielleicht schon.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Sa 15 Aug 2015 - 1:59

Ulfúr schaute das Wesen, welches dort vor ihm stand an.

Er wusste, was das war und was es wollte.
"Dhokran... ich weiß, dass ich nicht hier sein soll. Aber ich muss.", rief er dem Wesen entgegen.

Mit einem gewaltigen Donnern machte das Ding einen Schritt auf den Schamanen zu.
"Du musst nur eines. Verschwinden. Du darfst nicht hier sein. Das ist nicht Deine Welt!", grollte die Stimme.

Da schnüffelte Trur in der Luft und sah sich verwirrt um.
Ulfúr bemerkte es, wollte aber den Blick nicht vom Wächter abwenden. Er wusste, was dann passieren konnte.

Trur indes drehte sich um und schreckte zurück.
Nun schaute auch Fran in dieselbe Richtung wie sein Bruder und war nicht weniger verängstigt.

Doch der Schamane konnte den Blick nicht von dem Wesen abwenden.
Was immer dort hinter ihm stand, es konnte nicht schlimmer sein als der Dhokran.

"Großer Dhokran, ich weiß um Deinen Auftrag. Und ich werde ihn respektieren. Ich habe alles, was ich brauche. Erlaube mir in Frieden zu gehen und hab Gnade mit einem erbärmlichen Geist wie dem meinem.", rief er ihm entgegen.

Das Wesen machte ein paar Schritte - überbrückte mit diesen Schritten allerdings den Großteil der Strecke, die ihn noch von Ulfúr trennte.
"Schon so oft hast Du die Regeln gebrochen. Warum soll ich Dich gehen lassen?"

Der Schamane schluckte.
Irgendwo hatte dieses Wesen ja Recht.
Seine einzige Bestimmung war es, Geister, die in eine Dimension vordrangen in die sie definitiv nicht gehörten, zu verscheuchen oder schlimmstenfalls zu vernichten.
Und Ulfúr gehörte hier nicht hin. Er war hier noch nie gewesen und sollte offensichtlich auch nicht hier sein.

Der Dhokran beugte sich zu Ulfúr herunter.
"Hm?"
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ti'Larasu am Sa 15 Aug 2015 - 9:31

"Lass ihn doch einfach zurückkehren, dann ist er auch wieder fort."
Die kalte, süße Stimme erklang hinter Ulfúr. Hier im Zwielicht sah sie anders aus. Ihr Kleid schien aus Schatten zu sein und beinahe eine Art züngelndes Eigenleben zu haben. Die einfachste Beschreibung für ihre Erscheinung wäre gruselig.
Die Augen waren raubtierhafte violette Schlitze, die nur zu gut zu den Reißzähnen und den dezenten Krallen passten.

"Ulfúr, wenn du doch schon hast, wonach du suchst, was stehst du noch hier?" Mit einem undurchdringlichen Lächeln schaute sie ihn an.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Sa 15 Aug 2015 - 13:21

Der Dhokran sah Ti'Larasu an ohne eine Miene zu verziehen.
"Die Sendbotin der Verlorenen. Du kannst hier sein, so lange Du willst. Der kleine Mann muss gehen."

Mit diesen Worten starrte er wieder Ulfúr an.
Die großen, rot flammenden Augen, die in einem Meer aus Schwärze zu schwimmen schienen, waren nun sehr nah vor seinem Gesicht.

"Ich bin quasi schon weg...", sagte der Schamane.
Er sah noch einmal auf das Licht des Barons.
Nun könnte er dem Mann zumindest vorerst Milderung verschaffen. Für eine Lösung dieses Problems müssten der Größte Geist, Andur Barax und er eine Brücke schlagen zwischen den Welten und das Licht von dieser Welt lösen und zurück in die führen, in der der Baron nun war.

Er griff den verwirrt dreinschauenden Wölfen ins Fell und ging mit ihnen in die Richtung der Stelle, wo er dieses Reich betreten hatte.

Dort angekommen wob er einen Zauber, rief die Geister seiner Welt an ihm den Weg zurück zu zeigen und bald löste er sich langsam aber sicher auf.
Doch auch in dem Geisterreich seiner Welt blieb er nicht lange.
Mit einem letzten Streicheln durch ihr Fell bedankte er sich erneut bei Trur und Fran und schickte sie fort.
Er war so unendlich müde... der Weg zurück zu seinem Körper fiel ihm schwerer als sonst.
Solche Reisen konnte er nicht zu oft machen.

Irgendwann war er wieder im Zelt des Barons. Bevor er wieder in seinen Körper fuhr musste er noch eines erledigen.
Er beugte sich über die flackernde Aura des Barons und hielt seine Hand darüber.
Mit der Kraft seines Geistes zeigte er dem Licht des Barons in seiner Erinnerung, wo der Teil war, der ihm fehlte.
Das Pulsieren wurde etwas stärker, zumindest eine vage Brücke zwischen den Energien war geschlagen.

Mit einem langen Ausatmen fuhr Ulfúr zurück in seinen Körper, welcher daraufhin schlagartig tief einatmete und die Augen aufriss.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am Sa 15 Aug 2015 - 14:05

Finja, deren Arme wie eine Brücke zwischen Ulfur und Duran aussahen, schrak zusammen als dieser so plötzlich erwachte.

Die ganze Zeit hatte sie sich auf die beiden Menschen konzentriert. Duran um seinen Geist zu beruhigen und Ulfur um ihm eine Verbindung in diese Welt zu sein.

Stumm wartete sie nun darauf was Ulfur zu berichten hatte, kramte aber mit der nun freien Hand in ihrer Tasche und schob dem Schamanen ein Stück getrockneten und dabei mit Honig gesüßten Apfel in den Mund.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am Sa 15 Aug 2015 - 14:43

Ulfúr atmete ein paar Mal kräftig ein und wieder aus.
"Genau wie ich gedacht hatte...", ächzte er.
Die Erschöpfun merkte er nach wie vor.

"Ein Teil von ihm ist noch dort."
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Idena am So 16 Aug 2015 - 21:48

Während Owen fluchend durchs Lager lief, kam ihm ein Botenjunge entgegen. "Seid Ihr Owen Callaghan? Ich habe einen Brief für ihn."
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Owen McCallaghan am So 16 Aug 2015 - 21:50

Owen hielt an und betrachtete den Botenjungen kurz.
Konnte es sein?

"Ja, verdammt, her mit dem Ding. Danke.", raunzte er.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Idena am So 16 Aug 2015 - 21:51

Der Junge übergab dem Ritter den Zettel und wartete.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Owen McCallaghan am So 16 Aug 2015 - 21:53

Owen wollte den Brief gerade aufreißen, als er bemerkt, dass der Botenjunge immer noch vor ihm stand.
Kopfschüttelnd griff er in sein Geldkätzchen und kramte zwei Kupfer heraus.

"Ich wünschte, ich würde auch so vorzüglich bezahlt werden bei meiner Arbeit!", murmelte er und öffnete endlich den Brief.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Idena am So 16 Aug 2015 - 21:54

Der Junge dankte und hüpfte davon. In dem Brief standen nur vier Worte und ein Name, "Ich komme nach Hause. Asdis."
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Owen McCallaghan am So 16 Aug 2015 - 21:56

Owen wurde heiß und kalt.
Zum Glück hatte er seinen Stock bei sich, auf den er sich stützen konnte... ansonsten wäre er umgefallen.
Dennoch musste er sich erst einmal setzen.

Tränen rannen sein Gesicht herunter und sein Herz schlug stärker als jemals in den letzten 4 Jahren.

"Endlich!", hauchte er.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am So 16 Aug 2015 - 22:17

Finja blickte zu Ulfur
"Was meinst du damit? Wo?"

Sie seufzte leise. Wieder stiegen Schuldgefühle in ihr hoch. Erinnerungen schüttelten sie.
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Ulfúr am So 16 Aug 2015 - 22:20

Ulfúr sah Finja kurz an und dann direkt zum Baron.

"Ein Teil von Durans Licht ist noch auf dem Friedhof der Welt, wo er beerdigt wurde. Ich habe eine Brücke geschlagen, damit sein Licht weiß, wo der fehlende Teil ist. Dadurch wird sein Leid gelindert, aber nicht geheilt..."
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Re: Der Krieg gegen die Orks

Beitrag  Finja am Mo 17 Aug 2015 - 21:34

"Ulfur ich glaube wirklich heilen können wir das nicht. Ich habe eine Vermutung warum ein Teil seines Lichtes dort geblieben ist."
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