Bärenfels, Motte des Ritters

Seite 4 von 40 Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 22 ... 40  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Marik am Sa 20 Aug 2011 - 21:03

"Ich bin Marik" sagte er zu Pellinor, dann guckte er Owen etwas unverständlich an.

"Soso Knappe des Ritters, wo kommt der denn auf einmal her, als ich neulich hier auf den Hof kam war beim Festessen noch nichts von einem Knappen zusehn. Wie auch immer da du dich ja nun um ein Pferd für mich gekümmert hast und das mit den Waffen auch geklärt ist,..."

Mariks Stimmlage schwankte in einen leicht ironische Tonlage um.

"...werde ich mich nun mal auf machen in meine Kammer um zusehen was von meien vielen Kostbarkeiten ich mitnehme und was ich hier zurücklassen werde."

Marik bedankte sich bei Owen, den Knappen Pellinor beachtete er nicht weiter. Marik drehte sich um und rannte hastig zu seiner Kammer um zusehen ob es nich doch etwas gab das er eventuell gebrauchen könnte auf dieser Reise.
avatar
Marik
Amsivarenanwärter

Anzahl der Beiträge : 168
Anmeldedatum : 31.05.11
Ort : Lingen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Sa 20 Aug 2011 - 21:21

"der Knappe wird den Ernst der Lage noch früh genug erfahren"
Diese Worte trafen Pellinor wie ein Faustschlag. Die angespannte atmosphäre. Das kriegerische Auftreten Owens. Die Unruhe in ihm Selbst. Pellinor hatte so etwas schon einmal erlebt. Am nächsten Tag zug er mit seinem Herrn das erste mal in die Schlacht. Konnte es sein, dass...?
Er dachte den Gedanken nicht zuende. Stattdessen mahnte Owen wieder zur Eile, zurück zu Duran zu kommen. Pellinor fasste einen Entschluss. "Owen?" dieser antwortete nicht, Pellinor war sich aber sicher gehört zu werden. "Herr Owen. Bitte verzeiht mir die Frage, aber weshalb hasst Ihr mich? Ich bin mir keinerlei Schuld bewusst, dennoch scheint Ihr mich ... Ja, zu hassen. Ich bitte euch mir zu sagen was los ist, damit ich Euch verstehe. Ich komme aus einem Land viel weiter Nördlich von hier. Bitte helft mir hier zurecht zu kommen. Wir kämpfen beide an Durans Seite. Ihr seid sein Leibwächter, ich sein Knappe. Wir würden beide unser Leben für Duran geben, damit dies nicht notwendig wird sollten wir zusammen halten. Bitte sagt was ich mir zu Schulde kommen lies."
Owen drehte sich abrupt zu ihm um...

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am Sa 20 Aug 2011 - 21:54

... und schnauzte den Knappen an:
"Was wagt er, mich mit meinem Namen anzusprechen, obwohl er es nicht einmal für nötig befunden hatte, sich mir selbst vorzustellen?"

Er reißt die Arme in die Luft.

"Was um alles in der Welt bewegt dich, Knappe, in das Lager der Amsivaren zu spazieren und dich so gut wie JEDEM vorzustellen, nur der einen Person nicht, die dem Ritter mit am nächsten steht? Ich meine... ich habe ja normalerweise kein Problem mit adligem Gehabe, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es HASSE...", dieses Wort stieß Owen sehr unsanft hervor, "... wenn man es nicht für nötig befindet sich mir vorzustellen. MIR, dem Leibwächter Durans? Der dafür sorgen soll, dass dein Herr noch bis an sein Lebensende als Ritter und lebend durch die Lande streifen kann? Der eigentlich so gut wie alles über jeden hier am Hofe weiß und auch wissen muss?"

Der junge Jäger atmete tief durch, beruhigte sich ein wenig und meinte dann:

"Aber inzwischen weiß ich ja, über drei Ecken, wie dein Name ist, wo du her kommst und was du hier willst, also brauchst du dir jetzt nicht mehr die Mühe machen Worte an mich zu verschwenden..

Er lachte kurz auf.

"Nein, Junge. Ich hasse dich nicht. Wie könnte ich auch, habe ich doch bisher eigentlich nur Gutes über dich gehört was die Erfüllung deiner Pflichten und Aufgaben angeht. Ich halte dich nicht einmal für unnütz oder als Knappen ungeeignet. Aber lass dir eins gesagt sein."

Nun kam er dem Knappen sehr nahe und schaute ihm tief in die Augen, während er folgendes zischte.

"Glaub nicht, dass du alles tun und lassen kannst, was dir in den Sinn kommt. Dein Weg zum Ritter ist noch lang, sehr lang und ich fürchte, er wird nie enden, solltest du nicht ein wenig Menschenkenntnis und Umsicht lernen. Ich rate dir, nicht nur darauf zu warten, dass der Ritter dir Dinge beibringt, sondern ich lege dir nahe auch von deinen Mitstreitern und anderen Leuten zu lernen, von denen du vielleicht nicht erwartest, dass sie dir etwas beibringen können. Und das, junger Pellinor, soll meine erste Lektion für dich sein."

Dann richtete er sich wieder zur vollen Größe auf... sollte noch eine Reaktion Pellinors kommen, so wäre er auf sie gespannt... denn auch aus ihr könnte er weiter auf den Charakter des jungen Knappen schließen.
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Sa 20 Aug 2011 - 22:13

Pellinor hörte still zu. Mit jedem Wort seines Gegenübers schien er kleiner zu werden. Erst als Owen sanftmütiger wurde richtete sich auch Pellinor wieder leicht auf.
Er blickte Owen kurz in die Augen, senkte den Kopf. Dann hob er ihn wieder uns sagte mit leicht zitternder Stimme:
"Herr Owen... Es tut mir sehr Leid dass ich Euch gekränkt habet ich verstehe euch und schimpfe mich selber einen unhöflichen und vor allem unklugen Wüstling. Natürlich hätte ich mir euch vorstellen sollen." er schluckte. Dann schien er eine Entscheidung zu treffen. "zu der Sache mit dem adeligem Getue. Ich gehe davon aus dass es unter uns bleibt was ich jetzt sage. Nun. Erstmal versichere ich Euch dass es nicht adelige Arroganz war die mich trieben mir Euch nicht vorzustellen. Ich glaube Ihr habt von den Umständen gehört, die mich hierher brachten. Nun, was ich sagen will: ich habe auf meiner ... Flucht gelernt, dass Titel... Ja, eben Titel sind. Ich habe einen Zettel in der Hand, auf dem steht dass ich sohn von Großherzog Adoras bin und so weiter. Durch diesen Zettel soll ich plötzlich über anderen stehen? Weil ich geboren wurde? Ich kann Eure Vorbehalte gegenüber adelige verstehen, ich Teile Sie sogar, bitte seht mich nicht als einen dieser eitlen Böcke, die Edlen Wein trinken der Aus dem Schweis und Blut der Armen gekellert ist. Nicht adliges Denken, sondern das denken eines Verzweifelten brachten mich dazu dass ich mich nur für nur Duran interessierte."

Pellinor holte tief Luft "ich schwor meinem Vater, dass ich erst nach Hause kommen würde wenn ich Ritter bin. Duran war vielleicht meine einzige Chance! Ich Sehne mich nach Nituria, den Hügeln, Schluchten und dem Wimd dort, aber viel mehr nach meinem Vater und meiner Schwester. Duran war vielleicht die einzige Chance sie wieder in die Arme zu schliessen. Daher, und nur daher, habe ich alle Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt. Bitte verzeiht mir."

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am Sa 20 Aug 2011 - 22:32

Owen sah den Jungen genau an und lauschte aufmerksam seinen Worten.
Als Pellinor geendet hatte schwieg der Jäger einige Zeit und meinte dann:

"Aye... aye... weißt du Pellinor... wie ich schon sagte, ich halte dich ja gar nicht für einen schlechten Knappen oder verkehrten Jungen. Aber da muss noch einiges an Feinschliff rein. Nimm es mir nicht übel, dass ich dich so angefahren habe, aber sowas kratzt an meiner Ehre, die uns als junger Kelte oft eingeflößt wurde. Aber es ist halt einfach so, dass ich bis gerade zum Beispiel nicht mal wusste, dass du auf der Flucht bist und warum du dich uns anschließt... deswegen war ich halt auch vorsichtig und gereizt, weil ich nie wusste, was du hier eigentlich wirklich verloren hast."

Er legte dem Knappen die Hand auf die Schulter und sagte aufmunternd lächelnd:
"Du bist noch jung, Pellinor... du hast mit Sicherheit schon Dinge erlebt und Sachen gesehen, die man als normaler Sohn eines Adligen eher nicht sieht und vielleicht in deinem Alter überhaupt noch nicht sehen sollte. Daher würde ich sagen, hat sich dieser Zwist jetzt aus der Welt geschafft, ich hege keinen Groll gegen dich und du hoffentlich auch nicht gegen mich, denn das wäre erstens unvernünftig und würde uns zweitens das gemeinsame Leben hier in Weiden recht schwer machen. Und da das beides kontraproduktiv ist würde ich sagen, belassen wir es dabei, dass es ein ungünstiges Missverständnis war."

Owen reichte ihm die Hand.

"Owen McCallaghan, Leibwächter des Ritters und stolzer Amsivare."
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Sa 20 Aug 2011 - 22:44

Pellinor schlug ein
"Pellinor von Nituria. Stolzer Amsivar. Freund des Owen!"

Dann wurde seine Stimme leiser. "Mein Vater liegt im Sterben. Ich habe, wie ihr richtig sagt, noch einen langen weg vor mir. Wittert ihr heute Abend ein gebet an die 8 zusammen mit mir sprechen, dass mein Volk nicht führerlos ist bis ich würdig bin diese Bürde auf mich zu nehmen?"
Pellinor blickte nun fast verzweifelt zu Owen hinauf. Ein Blick, der wahrlich zu viel gesehen hatte.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am Sa 20 Aug 2011 - 22:53

Owen nickte freundlich. Als er aber erfuhr, dass Pellinors Vater im Sterben lag, wurde sein Blick finster.

"Das tut mir sehr leid, Pellinor. Wenn geliebte Menschen gehen ist das niemals einfach. Und ich würde mich freuen heute Abend ein Gebet mit dir zu sprechen."
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Sa 20 Aug 2011 - 23:02

Pellinor nickte Dankbar. "Dann lasst uns nun zu Duran gehen, damit ich endlich erfahre was hier Lost ist!"

Plötzlich war er wieder der alte Pellinor, den Owen kannte, ohne die Last der baldigen Verantwortung über ein ganzes Volk auf dem Rücken. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. "ich hatte Recht. Duran war meine einzige Chance meine Schwester wieder zu finden. Zusammen mit einigen meiner Freunde, die ich auf meinen Reisen kennen gelernt hat lebt lebt sie zurzeit in einem Zeltlager, eine Stunde von hier. Die 8 wissen wie sie mich gefunden hat, und da sind sie wohl die einzigen."
Wieder lachte er auf "Ich hoffe ich kann Duran überzeugen uns hier in Amsivar leben zu lassen. Nunja wird schon werden. Aber was ist hier eigentlich los?"

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am So 21 Aug 2011 - 0:10

Belaija öffnete die schwere Holztür und trat in den Kräutergarten. Sogleich stellte sich ein Gefühl von Ruhe und Frieden ein. Hier zwischen den Kräutern und Blumen fühlte sie sich wohl. Sie ging durch die liebevoll angelegten Beete und betrachtete mit Stolz die Vielfallt an Pflanzen. Die meisten waren von ihren Vorgängern angelegt worden, einige hatte sie selbst der Sammlung hinzugefügt. Sie konnte jede der Blumen beim Namen nennen und wusste wie sie angewandt werden mussten um Heilung und Linderung bei Krankheit zu verschaffen oder wie sie einem Menschen Schaden konnten. "Die Dosis macht das Gift", hatte ihre Lehrmeisterin ihr immer wieder gesagt.
Auf der steinernen Bank, die zwischen den Rosen- und Lavendelsträuchern stand, setzte sie sich. Im Kopf machte sie schon wieder eine Liste mit Kräutern, die in den kommenden Tagen geerntet und getrocknet, zu Salben,Tinkturen und Teemischungen verarbeitet werden mussten.

Doch dies war nicht der Grund warum sie hergekommen war. Sie wollte ungestört über einen ihrer Patienten nachdenken, dem sie bis jetzt noch nicht hatte helfen können. Unter den Männern des Ritters gab es einen, der sein Gedächtnis verloren hatte und bis heute waren seine Erinnerungen nicht zurückgekehrt. Die Ihr bekannten Mittel, die man in so einem Fall verwendete, hatten nicht angeschlagen. "Es muss doch eine Möglichkeit geben ihm zu helfen." sagte sie laut zu sich selbst.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am So 21 Aug 2011 - 9:40

Der junge Leibwächter sah Pellinor an und der Knappe konnte sehen, dass er ernst wurde.

"Die Orks, Junge, sie kommen. Hier in den Landen herrscht Krieg gegen diese Untiere, welchen wir um jeden Preis gewinnen müssen. Duran hat eine kleine Gefolgschaft zusammengestellt, um Ritter Golmar entgegenzureisen, der mit einigen Truppen der Sturmbrecher hierher kommt. Und dann..."

Owens Blick wurde noch ernster.

"... ist Krieg."

Während sie weiter gingen erinnerte sich der ehemalige Walloraner an all die furchtbaren Schlachten, die er bereits geschlagen hatte... so unfassbar viele Leben hatte er bereits ausgelöscht. Und doch war es nicht vergebens.
Elenya hatte ihm in der Endschlacht des diesjährigen Fest der Drachen ein Zeichen geschickt. Vorher war er noch nicht ganz überzeugt gewesen von der Gottheit der Amsivaren, aber als sie den Sieg davontrugen, nachdem Owen vor Beginn der letzten Schlacht gebetet hatte, wurde ihm klar, dass das kein Zufall gewesen sein konnte.
Elenya hatte ihm eine Botschaft geschickt, sie hatte Pläne für ihn... und er wollte ihr dienen.

"Aber sei gewarnt, Pellinor, die Orks hier in den Landen gleichen in keiner Weise denen, welche du auf dem Fest der Drachen gesehen hast. Die Orks in den Drachenlanden sind klüger, sie halten sich an Abmachungen und verdienen unseren Respekt, weil sie uns geholfen haben. Aber die Viecher hier... die haben weder Verstand, noch einen Funken Ehre im Leib. Sie metzeln sinnlos alles nieder, was sie finden können, ohne Gnade und ohne Einhalt. Deswegen rate ich dir zu Vorsicht, wenn du ihnen entgegentrittst."
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am So 21 Aug 2011 - 11:15

Pellinor hörte sich die Nachricht stumm an. Dann nickte er bedächtig. "verstehe. Wir werden also einen Krieg führen müssen. Und ich und meine Gefährten hatten gehofft und von den 400 meilen Fußmarsch erholen zu können. Nun gut, so können wir uns wenigstens einen Platz in Amsivar erkämpfen und müssen nicht als Bettler zu Duran kommen, was meint ihr?" Die gefasste Miene Pellinors brach plötzlich zusammen, er sah Owen panisch an "Glaubt Ihr wir werden diesen Krieg gewinnen? Glaubt Ihr, wir werden die Feste Weiden wiedersehen? Werde ich", er schluckte, "Nituria wiedersehen?"

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Duran am So 21 Aug 2011 - 20:11

Duran packte unterdessen mit zwei Dienern seine Sachen. Als er an seinem Schreibtisch vorbei kam sah er noch einmal seine letzten Botschaften durch. Dabei vielen ihm wieder die Briefe und das Tuch von eleana in seine Hand welches er von ihr geschenkt bekommen hatte und er an seinem Herzen tragen sollte. Noch einmal roch er an diesem Tuch und steckte es mit den Briefen nahe seines Herzens unter seinen Gambeson. Nachdem er alles verstaut hatte legte er zusammen mit seinen Dienern seine Rüstung an. Dabei ließ er mehrere Schreiben aufsetzen. Eines war für Asdis bestimmt das zweite für den Grafen von Nortilion das dritte an seine Familie und das vierte war sein Testament. Niemand konnte wissen ob er je wieder nach Hause kommen würde. Dann schickte er einen Boten los um alle Nachrichten bis auf eine zu überbringen. Asdis wollte er die Nachricht selbst überbringen. Duran machte sich auf den Weg Richtung Stallung.
avatar
Duran
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1068
Anmeldedatum : 31.05.11
Alter : 35
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am So 21 Aug 2011 - 20:29

Owen antwortete nicht sofort. Pellinor sah einen besorgten Blick in seinen Augen. Das schweigen sagte viel mehr als er wissen wollte. Da sah er Duran aus dem Pallas treten. Er lief zu ihm, nicht ohne Owen einen letzten, nachdenklichen Blick zu schenken. Vor seinem Ritter verneigte sich Pellinor tief. Sein neues Kettenhemd glänzte in der Sonne. "Mein Herr. Ich melde mich wieder zum Dienst" mehr sagte er nicht, er erwartete Durans Reaktion

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am So 21 Aug 2011 - 21:11

Rakulur ging die Treppe herab und sah den Ritter wie er grade richtung Stallungen unterwegs war.
"Duran, begann er seinen Satz, "die Männer sind bald fertig zur Abreise. Wann willst du los? Ich habe ein paar Morgensterne auf die Packpferde verladen lassen. Hat doch wunderbar funktioniert auf dem Fest der Drachen. Sollen sich die Männer auch damit bewaffnen?"
Sein Blick war wieder von Feuer erfüllt wie er es in den Drachenlanden gewesen war als sie die letzte Schlacht geschlagen und die Morgensterne blutige Ernte eingefahren hatten.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Duran am So 21 Aug 2011 - 21:30

"Sicher Rakulur! Bewaffne die Männer mit Morgensternen. Wir werden den Grünhäuten schon zeigen was WIR damit anstellen können! Lass unsere Pferde satteln. Es geht so bald alle fertig sind los!"
Duran drehte sich in Richtug der Stallungen um und sah Pellinor der aus dem Nichts zu kommen schien vor sich knien.
"Pellinor! Welch eine Überraschung! Du kommst zur rechten Zeit. Wir brechen bald auf in Richtung Bahlio. Ich kann dich gut gebrauchen."
avatar
Duran
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1068
Anmeldedatum : 31.05.11
Alter : 35
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am So 21 Aug 2011 - 21:34

rakulur. gerade als pellinor gehofft hatte, dass duran ihn willkommen hieß trat der bärbeißige hauptmann auf. verstohlen runzelte pellinor die Stirn. in rakulurs augen war ein feuer zu sehen. pellinor kannte es. dieses feuer machte rakulur so extrem respekt einflößend. Pellinor schwor sich erneut diesen mann nie zum feind zu haben.

Anschließend runzelte er die stirn. die morgensterne. natürlich. er hasste die dinger. sicher, sie waren zu was nutze, aber er mochte schwerter viel lieber. mit denen konnte er seine wenigen stärken, schnelligkeit und reflex, viel besser ausspielen als mit diesen klobigen dingern. dennoch, ein muskelprotz wie rakulur oder natürlich sein herr duran konnten verheerende gegner sein. Außerdem hatte Pellinor den Verdacht, dass die Amsivaren gerne den Barbaren hinaus hängen ließen. doch dies behielt er besser für sich. Rakulur hatte geendet, vielleicht konnte pellinor ja nun auf einen empfang von duran hoffen.

Diesen bekam er auch, auch wenn er weniger herzlich war als er sich erhofft hatte.

"ihr könnt mich brauchen Sir? sehr gerne. ich hätte noch ein paar weiter leute die sich Euch gerne anschließen würden. aber so wie ich die lage einschätze habt Ihr gerade wichtigeres zu tun..."

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Duran am So 21 Aug 2011 - 22:05

"Ihr habt Leute mitgebracht?"
Duran schaute Pellinor fragend an.
"Was für Leute bringt ihr mit auf meine Länderei? Was soll das?
Wer seit ihr das ihr als Knappe mit euren Freunden auf meiner Ländei zieht?
Natürlich werdet IHR hier bei mir alles finden was ihr braucht. Es soll euch so lange ihr euren Dienst zu meiner Zufriedenheit verrichtet an nichts fehlen aber ihr könnt doch nicht erwarten das ich noch mehr Leute hier einfach so ohne jede Anfrage aufnehme! Wisst ihr überhaupt was hier los ist!
Wir ziehen in den Krieg!"
avatar
Duran
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1068
Anmeldedatum : 31.05.11
Alter : 35
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am So 21 Aug 2011 - 22:58

Owen seufzte innerlich... wie oft hatte er schon solche Gespräche mit Rekruten oder jungen Kriegern vor den Schlachten oder noch in den Schlachtreihen geführt?
Niemals könnte man eine Antwort geben, die die Jungspunde befriedigen würde... und das musste er sagen, der gerade einmal 21 Lenze zählte, sich aber schon als eines der alten Eisen sah. Der Krieg machte so viel kaputt... so viele Leben wurden ausgelöscht... oftmals sinnlos, aber auch zu gutem Zwecke.

Kriege waren immer eine zwiespältige Geschichte... er hatte gekämpft und gekämpft, wurde verwundet und wäre manches mal fast gestorben. Doch jedes Mal, wenn er in den Krieg gezogen war hatte er es nur getan, weil er überzeugt gewesen war, das Richtige zu tun.
So wie dieses Mal.

Doch was sollte man Jungen wie Pellinor erzählen? Dass auf dem Schlachtfeld stets auch die Besten fallen können, sollte es einmal unglücklich laufen? Ein Kampf bestand immer aus so viel mehr als aus zwei Kriegern. Das Umfeld machte viel aus, Reflexe waren gefragt und es gab oft einen Bogenschützen oder einen aufmerksamen Nahkämpfer, der eine Lücke in der eigenen Deckung fand und schon wäre es aus... es könnte so schnell gehen. Doch meistens ging es viel zu langsam, verbunden mit stundenlangen Qualen, Schreien und Tränen... niemand wollte aus dem Leben treten. Niemand, der etwas hatte, für das es sich zu leben lohnte.
So wie Pellinor sein Reich hatte, das auf ihn wartete, so wie Duran seine Motte Bärenfels hatte, die er behüten musste und sein Volk über das er regierte. So wie Rakulur seine Mannen hatte, auf die er Acht geben sollte. So wie Owen seine Frau Asdis hatte, mit der er den Rest seines Lebens verbringen wollte.
Aber dem Krieg waren all diese Dinge egal.

Ein ernster Blick war alles, was er Pellinor zusenden konnte, bevor dieser auch schon losstürmte, nicht ohne sich noch einmal zu Owen umzudrehen.

Was folgte versprach Owen die Sprache... Pellinors Dreistigkeit solche Bitten zu stellen ohne vorher angefragt zu haben... doch Duran stutzte ihn schon zurecht und das empfand Owen nur als gerechtfertigt.
Er trat hinter den Knappen und sah Duran an.
"Was ist hier los?"

Er tat ahnungslos, und das tat er überzeugend.
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Duran am Mo 22 Aug 2011 - 0:15

"Mein Knappe hat sein Gefolge mitgebracht!"
sagte Duran spöttisch zu Owen.
avatar
Duran
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1068
Anmeldedatum : 31.05.11
Alter : 35
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Mo 22 Aug 2011 - 13:34

"Ihr müsst Euch keine Sorgen machen mein Herr. Die Leute leben wie alle Reisenden auch im Gasthaus für Bares Geld. Jedoch hoffen sie hier so lange Leben zu können, bis wir nach Nituria zurück kehren können. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, das sind fähige Handwerker oder Krieger, die SchR sich selber sorgen können. Ich verspreche Euch, dass sie Eurer Schatzkammer mehr Steuern bezahlen werden als ihr fürchtet geld zu verlieren. In dem Krieg der hier tobt könnt Ihr sie theoretisch gleich testen, sie sind fähige Heiler, Krieger und teilweise auch Magier. Doch braucht Ihr sie kurzfristig nicht u beachten, mein Vater hat ihnen Genug Bares mitgegeben, um notfalls länger zum normalen Preis im Gasthof leben zu können."

Pellinor sah seinen Herrn flehentlich an. "Ich bitte Euch Mylord, denkt an Euch selber zurück, wie Ihr Ritter wurdet. Ihr seid ebenfalls in einer Notsituation gewesen und nun steht Ihr hier vor mir, als Ritter, als Herr über eine eigene Burg. Bitte, bleibt eurem Ruf treu. Gebt diesen Leuten eine Chance, wie Ihr mir eine Gegeben habt."

Er endete, mit dem dumpfen Gefühl etwas zu weit gegangen zu sein...

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Mo 22 Aug 2011 - 14:50

Still sah Rakulur sich die Szene an welche sich vor ihm abspielte. Pellinor war in Rakulurs Augen schon ein armer Tropf der dachte er hätte grade einen Ast gefunden an dem er sich wieder etwas hochziehen hätte können doch weder Owen noch Duran waren in irgendeiner Weise nett und freundlich zu ihm. "was ist aus den amsivarischen Tugenden geworden?" dachte er sich
Irgendetwas in Rakulur bemitleidete Pellinor und Rakulur erschrak ein wenig solche Gefühle zu haben aber dafür war keine Zeit. Die Männer bräuchten nun eine harte Hand die sie zum Sieg über die Schwarzpelze führt. Der Hauptmann wird nun diese Hand sein er würde alles für sein Land, dessen Mitbewohner und seinen Ritter geben. Wenn es sein muss wird er Tag und Nacht kämpfen, leiden und töten bis kein Feind mehr lebt!

"Wie groß wird unser Heer sein, Duran?" fragte er den Ritter "Werden wir über erfahrene Truppen verfügen oder haben wir blutjunge Anfänger in unseren Reihen? Ich habe bereits unser Kartenmaterial verpacken lassen und alles ist Abreisebereit!
Und wenn du einen Rat von mir annehmen willst sollten wir die Freunde von Pellinor ruhig mitnehmen. Die die gut genug im Kampfe sind werden bestehen, der Rest fällt uns dann sicher nicht mehr zur Last. Also zu verlieren haben wir nichts wenn wir sie mitnehmen!"
Er sah Duran tief in die Augen und bemerkte etwas was er nicht gedacht hätte zu sehen... "Ist er besorgt?" dachte sich der Hauptmann...

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Owen McCallaghan am Mo 22 Aug 2011 - 18:11

Owen schüttelte den Kopf, aber er musste schmunzeln.
"Ein denkbar schlechter Start in den Tag...", dachte der Jäger bei sich.

Dann trat er einen Schritt vor und sagte:
"Aye, ich finde, dass Rakulur Recht hat. Vielleicht sollten wir den Leuten eine Chance geben, damit sie sich wenigstens beweisen können... ausser bei den Magiern... diese sollten wir vorher wohl überprüfen lassen. Ansonsten... sei nicht zu hart zu dem Knappen, ich bin sicher, dass er sich nichts Böses dabei gedacht hat. Auch wenn er in seiner vorhergegangenen Ansprache ein wenig dick aufgetragen hat, so kann ich verstehen, was er sagen will. Die zusätzlichen Steuern würden Deinen Schatzmeister wohl erfreuen und wenn die Leute etwas taugen, so können sie nicht von Nachteil sein."
avatar
Owen McCallaghan
Amsivare
Amsivare

Anzahl der Beiträge : 788
Anmeldedatum : 22.06.11
Alter : 27
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Marik am Mo 22 Aug 2011 - 19:57

Marik kam auf den Hof, auf dem Rücken eine Rucksack mit den paar wenigen Habseligkeiten die er besaß. Er sah Ritter Duran, Rakulur und Owen dort stehn, vor ihnen kniete der Knappe Pellinor. Marik konnte zwar nicht verstehen was gesprochen wurde dachte sich aber das es wohl besser wäre nich dazwischen zu platzen. Also blieb er in einiger Entfernung stehen und beobachtete die Szene.
avatar
Marik
Amsivarenanwärter

Anzahl der Beiträge : 168
Anmeldedatum : 31.05.11
Ort : Lingen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gast am Mo 22 Aug 2011 - 21:05

Pellinor blickte zu Boden. er konnte nicht anders, eine einzelne, winzige träne kullerte über seine wange. ein zeichen seiner erschöpfung, seiner trauer und seiner unbändiger wut. anscheinend hatte er sich zu entscheiden. zwischen duran, seinem herrn, den er nach dieser kurzen zeit so stark bewunderte und für den er jederzeit sterben würde. auf der anderen seite standen seine freunde. Es zerriss ihn innerlich und er war kurz davor vom hof zu laufen. Seine Freunde warteten voll Hoffnung auf ihn, endlich eine Heimat gefunden zu haben. Bzw einen ort, auf dem sie geduldet, vielleicht sogar erwünscht waren. sicher, die gaben seines vaters hatten sie erstmal etwas unabhäniger gemacht, doch mehr als einen Winter würden sie nicht überstehen können, ohne das Recht sich niederzulassen. Pellinor schnürte es das Herz ab bei dem Gedanken seine Schwester, die er liebte wie keine Person auf dieser Erde, die Fürstentochter von Nituria, frierend in einem Zelt sitzen zu sehen. Nein, schwor er sich, er würde dafür kämpfen dass seine Leute, die ihm Treu waren, ohne je einen Eid geschworen zu haben, sich so lange in Amsivar aufhalten zu dürfen, bis er selber alt und würdig genug war nach Nituria zurück zu kehren.

Dann trat Rakulur auf. Pellinor rutschte das Herz noch tiefer. Doch der würdevolle Hauptmann, den Pellinor bisher wenig als Freund kennen gelernt hatte, stand ihm bei. Er wäre Rakulur am liebsten um den hals gefallen.

Dann wartete er ab. er sah duran an, wartete auf dessen urteil. von diesem mann hing das leben derer, die ihm so ans herz gewachsen waren, ab.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Duran am Mo 22 Aug 2011 - 22:39

Duran sah von einem zum anderen. Dann beantwortete er als erstes Rakulurs Frage.
"Ich weiß nicht wie viele Soldaten die Adligen zusammen bekommen. Ich denke es werden über 1000 sein. Dazu die 600 Soldaten der Sturmbrecher und viele Amsivaren die gerne ihre Waffen mit dem Blut dieser Unholde benetzen möchten."
Dann sah er von Rakulur zu Owen.
"Ihr seit also der Meinung wir sollten Pellinors "Gefolge" mitnehmen?"
Duran überlegte kurz. Dann legte er seine Hand auf seines Knappen Haupt.
"Ihr solltet mir das nächste mal sagen was ihr vor habt. Ich bin euer Herr und derzeit nicht zu Späßen aufgelegt.
Ich denke ihr wolltet uns keine schwierigkeiten machen. Ihr solltet aber von nun an erst euren Kopf benutzen.
Ich will auch nicht das mein Knappe mit mehr Gefolge reist als ich. Also nehmt eure Freunde ruhig mit. Wir werden aber keine Rücksicht auf sie nehmen! Sagt ihnen das!
So und nun sollten wir uns alle beeilen. In einer Stunde möchte ich Bärenfels verlassen haben.
Owen bring deine Frau zu mir!"
Duran drehte sich auf der Stelle um. Er senkte den Kopf und fühlte sich schwach. Langsam ging er vorsichtig in Richtung der kleinen Kapelle. Er achtete auf jeden Schritt den er machte um nicht zu wanken. Er glaubte das dieser Krieg kein gutes Ende nehmen würde.
avatar
Duran
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 1068
Anmeldedatum : 31.05.11
Alter : 35
Ort : Meppen

Nach oben Nach unten

Re: Bärenfels, Motte des Ritters

Beitrag  Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 4 von 40 Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 22 ... 40  Weiter

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten