Die Abtei Doralsmund (der nackte Hügel)

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Die Abtei Doralsmund (der nackte Hügel)

Beitrag  Johann Lechler am Do 15 Aug 2013 - 1:44

Entnerft betrachtete Johann den Hügel, oder wohl besser Fels der sich vor Ihm empor reckte.
Das leise pletschern der Doral im Nacken machte er sich daran etwas höhe zu gewinnen.
Irgendwo musste doch dieser vermalledeite Fluss ein Ende haben.
Er war ihr jetzt seit stunden gefolgt und seit dem er am vormittag die Straße verlassen musste tat er dies quer Feld ein.
Da wo die Doral in den Reiherbeek übergeht, da wäre das versprochene Land, hatten man ihm gesagt.
Es wären zwei Stunden von Bärenfels aus, hatte man ihm gesagt.
Zumindest sofern man denn ein Pferd hätte. Johann grunzte.

Zum Abt hatte man ihn ernannt, mehr oder minder zwischen Tür und Angel.
Er hatte nicht einmal mehr die Zeit gefunden während der alles entscheidenden Schlacht in den Drachenlanden seinen Mann zu stehen.
Zum Abt... Jaja. Zum Abt von ein paar steinen Bäumen und Mücken! Mücken, er hatte ganz vergessen wie lästig diese kleinen Kreaturen doch waren.
Natürlich wahren sie dies. Mücken kamen aus den Sümpfen und waren somit Kreaturen von XeeN.
In den Bergen gab es derlei Gewürm nicht. Auch war dort das Klima weniger drückend, der Himmel klarer das Wasser sauberer.
Er wand sich noch einmal zu dem schmalen gewässer um das hinter ihm nach wie vor unermüdlich gurgelte und sich Meile um Meile duch den dichten Wald fraß. "Wehe dir, wenn du nicht von da oben dein Ende sehen kann." Murmelte der Prediger leise vor sich hin.

Oben angelangt lies er den Blick schweifen und stellte mit erleichterung fest, dass der Fluss seine Drohung gehört zu haben schien.
Der steinige Hügel fiel auf der anderen Seite steil ab.
Der Vorteil an einem im Grunde Flachen land wie Amsivar war es, dass schon diese Anhöhe reichte um einen nicht zu unterschätzenden Ausblick zu haben. Getrübt wurde dieser zwar dadurch, dass man dennoch nur Wald sah, aber eben ein ganzes Stück mehr. Und Wind. Götter man durfte den Wind nicht vergessen der etwas von der schwühle des Tages hinweg trug.
Johann hatte jedoch in erster linie Augen für den Fluss der etwa 15 Schitt unter ihm entlang floss.
Die schmale Doral hatte den Hügel umrundet und lief nun in einer schwachen Kurve dies kaum breitere, wohl aber tiefere Gewässer.
Da war er also endlich, der Reiherbeek.

Der Abt von garnicht atmete tief ein.
"Warrh!" Brüllte er übermütig in die weite und wartete auf ein Echo das nie kam.
"Ach ja, es ist halt nicht das Gebirge" dachte er sich und machte sich auf den Rückweg.

Er musste sich beeilen wollte er das letzte Dorf durch das er gekommen war noch vor der Dunkelheit erreichen.
"Ich muss dringend lernen zu reiten," überlegte er, "oder eine Kutsche! Ich bin schließlich Abt, ich könnte einen Kutscher einstellen."
Johann blickte in das unwegsame, von Bäumen, Steinen und Moos bedeckte Gelände um sich herum, und verwarf diese Tollkühnheit sogleich wieder.

(Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung.)
(Edit: Ups, Eigendlich nur 2 Stunden)


Zuletzt von Johann Lechler am Fr 16 Aug 2013 - 0:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Die Abtei Doralsmund (der nackte Hügel)

Beitrag  Johann Lechler am Do 15 Aug 2013 - 14:10

Von Johann Lechler, Prediger des Klosters Firnwacht;
an Andur Barax, Sohn des Themion Barax, Diener des Tyr schrieb:

Wertester Glaubensbruder,
mögen die Götter stets über euch wachen.

Ich habe getan wie Ihr mir geheißen habt und das Land, dass uns vom hochgebohrenen Ritte
hochwohlgebohrene Baron Duran von Bärenfels, Tyr sei an seiner Seite, zur Verfügung gestellt wurde in Augenschein genommen.
Meiner bescheidenen Meinung nach dient dieses Unseren wünschen ganz vortrefflich.
Das nächste Dorf ist, sobald eine Straße gebaut wurde recht schnell zu erreichen und die Lage selbst ermöglicht einiges an Wehrhaftigkeit.
Eine Wasserversorgung, sprich ein Fluss ist sehr nahe, wobei ein Brunnen unter umständen dennoch ratsam wäre.
Auch haben wir Holz und Gestein in Hülle und Fülle. Die Geschenke Elenyas, gelobt sei ihr Name, seien gepriesen.

Ich werde noch einige Zeit hier verweilen und auf weitere Instruktionen warten.

Mögen die Götter über all eure Taten wachen
Euer treu ergebener Johann Lechler

PS: Die Angabe des zwei Stunden Rittes erscheint mir doch sehr ungenau. Meiner Einschätzung nach ist die Wegstrecke deutlich länger.
Johann wartete noch einen Moment bis die Tinte getrocknet war bevor er das Papier faltete.
Danach hielt er das Siegelwachs über die neben ihm stehende Kerze und lies einige dicke Tropfen auf das Blatt fallen.

Der Botenjunge wartete schon ungeduldig im Eingang des kleinen Gasthauses.
"Hier, aber beeil dich auch ja. Ich will nicht auf ewig hier festsitzen," sagte der Prediger und blickte sich missmutig um.
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Re: Die Abtei Doralsmund (der nackte Hügel)

Beitrag  Andur am Do 15 Aug 2013 - 21:30

Von Andur Barax, Sohn des Themion Barax, Diener der Heiligen Inqusition zu Amsivar;
An Johann Lechler, Prediger des Klosters Firnwacht schrieb:

Werter Glaubendsbruder,

schön das ihr die Stelle gefunden und in Augenschein genommen habt. Ich hoffe sehr das meine derzeitigen Geschäfte in Bärenfels bald erledigt sind und ich Baron Duran von Bärenfels, die Achte behüten ihn, bald meine Zahlung geben kann um mit dem Bau zu beginnen. Ich hoffe sehr das die Leute den neuen Orden als Hoffung und Zeichen sehen, in diesen schweren Zeiten ist es von wichtiger Bedeutung wenn wir als Vorbilder hart arbeiten und den Göttern dienen.

Erforsch doch etwas den Boden und seht was ihr in den Umliegenden Dörfern alles findet.

Mögen die Götter über euch Wachen
Andur Barax, Sohn des Themion
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Re: Die Abtei Doralsmund (der nackte Hügel)

Beitrag  Johann Lechler am Fr 16 Aug 2013 - 15:45

Johann überflog den Brief, murmelde etwas von zu bewilligenden Geldern die nie kommen, bezahlte dem Boten und machte sich auf, wie ihm geheißen wurde.
Er überlegt bei sich, als er schon auf der Straße war, ob er auch noch einen Brief in die Heimat versenden sollte um um Unterstützung zu bitten.
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