Anfrage: Jenny (via Svea)

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Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Owen McCallaghan am Di 9 Okt 2012 - 14:51

Hier kann sich Jenny selbst vorstellen oder Svea ein gutes Wort für sie einlegen. Wink
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Owen McCallaghan
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Jenny mag sich vorstellen ^^

Beitrag  Rúna am So 14 Okt 2012 - 0:13

Hallo zusammen!

Auf Anraten von Svea möchte ich mich jetzt endlich auch mal vorstellen Very Happy

Mein Name ist Jennifer, bin 24 Jahre alt und arbeite als Beraterin bei einer öffentlichen Verwaltung. Ich lese gerne und viel, interessiere mich für solch langweiligen Themen wie Astronomie / Astrophysik / Sonne, Mond & Sterne und vergangene Kulturen.

Besondere oder außergewöhnliche Hobbys habe ich keine. Zur Zeit betreibe ich in meiner Freizeit ein wenig Ahnenforschung und habe es inzwischen immerhin bis zu meinen Ur-Ur-Ur-Großeltern geschafft. :-)


Was es sonst noch zu mir zu sagen gibt

Ich bin...

... schüchtern und zurückhaltend und brauche immer ein wenig Zeit, bis das Eis geschmolzen ist.

... schreckhaft. Würde ich in einem Horrorfilm mitspielen, wäre ich die Erste, die vor Schreck tot umfällt noch bevor der Kettensägen-Geister-Dämonen-Killer hinter dem Vorhang oder unter dem Teppich hervorspringt.

... verständnisvoll und kann gut zuhören

... unfähig mich so auszudrücken, das man versteht was ich meine. Wörter wie Nubbsies, Pömpel und Geraffel können so ziemlich alles bedeuten.

... eine Träumerin mit viel Fantasie und Kreativität
... manchmal ziemlich albern Smile
... vergesslich
... schwächlich. Obwohl ich, rein körperlich gesehen, wirklich nicht schwach aussehe, bin ich es und scheitere immer wieder an den kleinen Kekstütchen, die es zu einer Tasse Kaffee dazu gibt. Oder an DVD-Verpackungshüllen ^^"

... ansonsten sehr umgänglich, handzahm und stubenrein.

Svea kenne ich von der Arbeit. Wir haben uns angefreundet und sie war es auch, die mich vor vielen Monaten mit dem DF-Fieber angesteckt hat, indem sie mir tolle Geschichten, Bilder und Filme erzählt und gezeigt hat. Seitdem bin ich dauer-hibbelig und freue mich tierisch auf meinen ersten DF-Besuch!


Zu meinem IT-Charakter. Das Konzept ist noch nicht hundertprozentig ausgearbeitet, aber ich glaube, das Grundgerüst steht schon ganz gut:

Mein Charakter heißt Rúna Ævarsdóttir, ist 24 Jahre alt und wurde in Egilsstaðir im Osten Islands geboren.

Ihre Eltern betreiben eine Viehzucht mit einem kleinen landwirtschaftlichen Anteil, der hauptsächlich dem Eigenbedarf und der Versorgung der Tiere dient.

Rúna hat einen fünf Jahre älteren Bruder, Eiríkur. Als der Vater stirbt, ist Rúna 15 Jahre alt. Von da an muss ihr Bruder den Betrieb der Viehzucht und Landwirtschaft übernehmen und sich um die Versorgung seiner Familie kümmern. Ihre Mutter übernimmt die Rolle des Familienoberhaupts.

Rúna verbringt unzählige Tage damit am Lagarfljót, einem See nahe des Dorfes, zu sitzen und auf den Lagarfljótwurm zu warten, der in diesem See leben soll.

Oft gesellt sich Galdur Ísolfsson, der Heil- und Kräuterkundige (kein Magier) aus dem Dorf, zu ihr um mit ihr den See zu beobachten und sich mit ihr zu unterhalten. Galdur ist gefühlte hundert Jahre alt und kommt häufig an den See um Moos und Schilf für seine Tränke zu sammeln. Dabei bestaunt er ihre Zeichnungen und bittet sie eines Tages, einige Zeichnungen seiner Pflanzenfunde anzufertigen damit er sie einem alten Freund an der Westküste zukommen lassen kann.

Kurz um, Rúna übernimmt immer wieder solche Aufträge für den alten Mann und wird einige Jahre später eine hilfreiche "Assistentin". Er schreibt und sie zeichnet die passenden Bilder dazu. Eigene Tränke braut sie nicht, dafür fehlt ihr die ähm... Feinabstimmung. Den ersten und letzten Trank, den sie gebraut hat, hat dazu geführt, dass in Galdurs Bart große Vögel nisten wollten...

Duch seine Geschichten über die große weite Welt, reift in ihr die Idee, diese sehen und zeichnen zu wollen. Außerdem würde sie mit dem Sammeln fremdaritger Pflanzen und Kräuter Galdur bei seiner täglichen Arbeit helfen.

Obwohl Rúna mir sehr ähnlich ist und demnach auch sehr ängstlich und überall Gefahren sieht, wagt sie schließlich zu ihrem zwanzigsten Geburtstag endlich das, was sie sich sehnsüchtig wünscht: Eine Reise in die Ferne um die Welt zu sehen. Weg von Schnee und Eis.

Sie ist, zu ihrer eigenen Überraschung länger unterwegs als eigentlich geplant, bereist einige -teils sehr gefährliche - Gegenden und Länder, die nicht immer für eine einsame Frau geeignet sind. Sie merkt aber schnell, dass sie dank ihres Misstrauens und der aus Angst erhöhten Wachsamkeit, relativ gut um Gefahrensituationen herum kommt. Außerdem lernt sie, dass nicht alle Leute böse sind und ihr ans Leder wollen.

Irgendwann trifft sie auf Svea, purzelt und poltert ihr buchstäblich vor die Füße (weil zu nahe an einen Abhang getreten ist, das Gleichgewicht verloren). Von da an kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder, freunden sich langsam an und eines Tages nimmt Svea sie mit in die Drachenlande....



Sooo, ich hoffe ihr könnt damit einen kleinen Eindruck von mir gewinnen ;-)


Viele Grüße und ein wunderschönes Wochenende!
Jenny
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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Owen McCallaghan am So 14 Okt 2012 - 2:26

Hi Jenny.

Also erst einmal:
Willkommen hier in unserer kleinen Welt. ^^


Dein Konzept gefällt mir an und für sich ganz gut, leider muss ich ein "Aber" nachschicken.
ABER:
Ich hoffe, dass du dir deine Ausarbeitung wirklich gut überlegt hast. Unsere OT-Welt mit einer fiktiven IT-Welt zu verbinden ist eine schwierige Sache. Reisende Charaktere sind schwer glaubwürdig darzustellen. Die Charaktere von Asdis und mir haben zwar auch eine lange Reise nach Amsivar hinter sich, aber wir haben die Stationen alle bespielt und somit erlebt.
Wenn du als "Neuling" jedoch direkt einen Charakter spielst, der aus einem ganz anderen Kulturkreis kommt und einen anderen Hintergrund hat, eine andere Sprache und andere Sitten, das stelle ich mir doch recht kompliziert vor.

Ich würde mich von daher freuen, wenn du deine Hintergrundgeschichte einfach mal komplett ausarbeitest.
Wie ist sie von Island nach Amsivar gekommen?
Wie hat sie sich die amsivarische Sprache angeeignet?
Wie findet sie sich mit den fremden Sitten zurecht?
Welchen Glauben hat dein Charakter (denn das Glaubensspiel ist bei uns in der Gruppe sehr stark vertreten)?

Das sind nur ein paar Fragen, die ich dir rate, dass du sie dir noch stellst, bevor du loslegst. Nicht, weil ich dein Konzept nicht mag oder es dir verleiden möchte, sondern einfach aus Gründen der Realitätsnähe. Wenn du nämlich dann mal IT gefragt wirst und keine oder nur eine lieblose Antwort weißt, dann verschließen sich dir viele Wege. Eine schöne Background-Story ist Basis für ein gutes Spiel.

Ich freue mich schon auf die weitere Ausarbeitung! Smile
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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Rúna am So 14 Okt 2012 - 11:37

Hallo!

Danke für die Tipps! Soweit hatte ich noch gar nicht gedacht Embarassed
So ganz gefällt es mir auch noch nicht, deshalb bin ich für jede Unterstützung dankbar!!

Was ich geschrieben habe, war sozusagen erst der Anfang und in überdimensionaler Kurzfassung, weil ich nicht so einen ewig langen Text schreiben wollte. ^^ Und er ist ja schon so recht ähm... umfangreich geworden.

Aber ich setze mich da auf jedenfall nochmal dran, werde deine Ratschläge berücksichtigen, und es dann hier nochmal posten. Zur Endabnahme sozusagen Wink


Viele Grüße
Jenny
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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Owen McCallaghan am So 14 Okt 2012 - 11:51

Also wie lang der Text ist macht so gesehen nichts, ich freu mich immer, wenn ich Lesestoff bekomme. Wink

Freu mich schon auf die Story!
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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Gast am So 14 Okt 2012 - 13:41

Hi Jenny,
herzlich willkommen auch von mir Very Happy

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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Duran am Mo 15 Okt 2012 - 22:51

Willkommen!

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Eher werde ich vor ihr gehen um ihr als ihr Werkzeug den Weg zu bereiten den sie verdient!
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Re: Anfrage: Jenny (via Svea)

Beitrag  Rúna am Mo 15 Okt 2012 - 23:45

Hallöchen zusammen!

Erstmal vielen Dank für die nette Aufnahme hier im Forum! Very Happy

So und nun folgt, auf Anregung, mein neu überarbeites Konzept (in der Hoffnung das es besser ist ^^).

Einige kleine Anmerkungen vorweg:

- Ich habe Island nun in eine "fiktive" Insel umgewandelt um sie vielleicht besser in die bestehende Welt integrieren zu können. Dafür habe ich ein bisschen auf eurer Homepage geschnuppert um mehr um die Geographie von Amsivar zu erfahren.
- Zudem bin ich mir bewusst, dass es sicher kein leichtes Thema ist, was ich mir da rausgesucht habe. Aber ich hab Gefallen daran gefunden und kann mich damit identifizieren. Ich fühle mich recht wohl, so wie ich es jetzt zusammen geschustert habe
- Es bestimmt noch nicht perfekt und es gibt noch Ungereimtheiten, lose Enden und einiges, was ich noch nicht vollständig klären konnte (z.B. wer regiert das Land). Da bin ich aber dran und gebe mir wirklich die allergrößte Mühe Wink



Rúna wird als zweites Kind von Ævar und seiner Frau Erla in den Schneelanden (auch Eislande genannte) geboren.


Herkunft:
Die Schneelande sind im Grunde genommen kein "Festland" sondern eine Insel hoch oben im Norden des Meeres (Tohrlion ist der Name, glaub ich) und galt lange Zeit als unbewohnt / unbewohnbar.

Die Gipfel des Gebirges sind das ganze Jahr über mit Schnee, Eis und Gletschern bedeckt. Es handelt sich dabei um schlafende Vulkane, die seit vielen Jahrtausenden nicht mehr aktiv ausgebrochen sind. Es ist also eine Vulkaninsel und befindet sich im Polarkreis.

Dies bedeutet, dass die Sonne an den Tagen der Sonnenwende nicht mehr auf- bzw. untergeht. Diese Erscheinigung wird Mitternachtssonne genannt und wird jedes Jahr mit einem großen Fest gefeiert.

In Gebieten, die innerhalb des Polarkreises liegen, kommt es zur Polarnacht und sechs Monate später zum Polartag: Im Winter geht für mindestens einen Tag die Sonne nicht auf, im Sommer dagegen scheint für die gleiche Anzahl von Tagen die Mitternachtssonne, was bedeutet, dass die Sonne nicht unter den Horizont sinkt.

In der Polarnacht bleibt es aber nicht immer vollständig dunkel, es herrscht an vielen Tagen Dämmerung.

Während der Polarnacht bzw. dem dort genannten "Winter" ist die Insel fast vollständig mit Eis und Schnee bedeckt, wobei es im Landesinneren tendenziell kälter ist als direkt an der Küste. Dennoch sind die Winter allgemein sehr hart, eisig kalt und entbehrungsreich.

Der Sommer dagegen ist mild und durch den vulkanischen Ursprung der Insel sind die Böden sehr ertragreich und eigenen sich hervorragend für die Landwirtschaft und den Anbau von Nutzpflanzen, wie Getreide.

Die Tierwelt ist nicht sehr artenreich. Es gibt eine große Vogelvielfalt, daneben gibt es Rentiere, Fische, Robben, Polarfüchse und durch die Menschen mitgebrachte Schafe und Pferde, sowie Mäuse und Ratten.

Die Gewässer sind besonders fischreich, daher blüht an ihnen und den Küsten und Fjorden der Fischfang und die Fischzucht. Durch die Artenvielfalt der Fische werden auch viele Walarten in Küstennähe gelockt, die gerne wegen des Walfleischs und Walfettes erlegt werden.

In der Pflanzenwelt trifft man besonders häufig in unterschiedlichen Farben wachsende Flechten und Moose an. Viele der Pflanzen, Kräuter und Sträucher wachsen besonders gerne auf den Lavafeldern, einige von ihnen kommen nur im Hochland vor.Die Wälder bestehen überwiegend aus Kiefernhölzern, die sich an das raue Klima angepasst haben. An den heißen Quellen und Bächen ist die Vegetation sehr üppig. Durch die heißen Quellen, die einige der Bäche und Flüsse speisen, gefrieren diese nicht und bieten den Bewohnern auch im Winter fließendes, frisches Wasser.

Viele Menschen vom Festland sind noch heute der Meinung, dass es die Schneelande entweder nicht geben kann ("Wer würde an einem solchen gottlosen Ort freiwillig wohnen wollen?") oder die Insel zu unwichtig ist um sich über deren Existenz oder Nicht-Existenz Gedanken zu machen. Es bestehen keine Handelsabkommen, oder andere Bündnisse. Nur hin und wieder wird sich mit einem der kleinen Küstenörtchen ausgetauscht.

Da es auf der Insel alles gibt, was die Bewohner zum Leben und Überleben brauchen, ist das Bedürfnis den beschwerlichen Weg über das Meer auf sich zu nehmen doch eher gering bis überhaupt nicht vorhanden. So kommt es, dass die meisten Menschen vom Festland noch nie einen Inselbewohner gesehen haben und sich daher hartnäckig die Theorie hält, dass dort niemand lebt.

Es passiert, dass die Insel einfach immer wieder in Vergessenheit gerät. Nicht das sich die Bewohner je daran gestört haben. Sie sind froh über ihre Abgeschiedenheit.



Glaube / Mythologie:

Durch die frühen Siedler ist der nordische Glauben (mit Odin und Thor an der Spitze) sehr verbreitet. Allerdings wird er dort nicht "streng" zelebriert. In den kalten Wintermonaten hat man andere Probleme als täglich seinen Göttern zu huldigen.

Besonders wenn es darum geht, die Familie und Vieh am Leben zu halten, weil der Schnee diesmal erbarmungsloser zuschlägt als im Jahr zuvor.

Die Einwanderer brachten ihren Glauben mit auf diese Insel, die bis dato nicht von Menschen bewohnt war. Sie kamen zur "Sommerzeit" dort an und wurden von den eisigen Temperaturen, dem vielen Schnee und den sehr harten Wintermonaten in Dunkelheit und Dämmerung völlig überrascht.
Jahrzehntelang glauben sie, es seien die Götter, die sie mit der Polarnacht und der Kälte für schlechte Taten bestraffen würden. Und sie lebten jedes Jahr frommer nach ihrem Glauben. An den Wintern änderte sich aber nichts. Menschen starben an der Kälte, weil sie einfach nicht ausreichend vorbereitet waren.

Die Bewohner begannen langsam daran zu zweifeln, dass die Götter in diesem Land verweilten oder überhaupt noch existieren. Doch man wollte diese merkwürdige Insel nicht mehr verlassen: Durch den vulkanischen Boden war das Land zumindest im Sommer sehr fruchtbar, wodurch viel angebaut und eingelagert werden konnte. Mehr als in ihrer ursprünglichen Heimat. Also blieb man. Die alten Bräuche und Sitten gerieten teilweise in Vergesenheit, teilweise wurden sie nur "sporadisch" eingehalten.

Rúnas Vater gehörte schon zur Generation, die zwar daran glaubt, dass es prinzipell "übersinnliches" und "höhere Mächte" und "Wunder" gibt, aber nicht hinter jedem Phänomen ein wütender, trauriger oder tanzender Gott steckt. Und so wächst zwar Rúna mit dem nordischen Glauben auf, er ist aber nicht unbedingt ein fester Bestandteil ihres alltäglichen Lebens.

Sie ist Neuem gegenüber aufgeschlossen, nicht zuletzt Dank Galdurs unzähligen (manchmal auch furchtbar langweiligen) Geschichten über fremde Länder, andere Kulturen und deren Bewohner. Da sie selbt nicht mit einem Glauben aufgewachsen ist, der als fester Bestandteil ihren Alltag bestimmt, interessiert sich generell sehr für andere "Mythologien" und Glaubensrichtungen.

Zu Magie hat sie sich bisher noch keine Meinung bilden können, da sie damit bisher noch nicht konfrontiert gewesen ist. Natürlich wurde ihr von ihrem Bruder, als sie noch ein kleines Mädchen war, gruselige Schauergeschichten über böse Magier und Hexen, wilde Trolle und gefährliche Orks erzählt, die so ziemlich jedes Kind zu Ohren bekommen hat. Mit einem gewissen Alter allerdings wurden die Geschichten langweilig und sie verstand, dass Eiríkur ihr nur Angst einjagen wollte.

Galdur warnt sie zwar bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit, der Magie nicht leichtfertig zu vertrauen, doch solange sie diese nicht einmal erkennen kann, nimmt sie seine Warnungen nicht ernst.


Anderes:

Als formale Anrede wird der Vorname genutzt. Man wird also mit dem Vornamen oder dem vollen Namen angesprochen, nie mit z.B. Herr XX. Der Nachname ist nicht Teil des Namens sondern eher eine kurze Beschreibung der jüngsten Familiengeschichte.

Die Namen werden aus dem Vornamen und dem Vatersnamen (in selten Fällen dem Namen der Mutter) gebildet. Der Name spiegelt daher nicht die historische Abstammung einer Familie wieder, sondern den Vornamen des Vaters (bzw. der Mutter) eines Kindes.

Der vollständige Names meines Charakters lautet daher Rúna Ævarsdóttir (= Ævars Tochter) und der Name ihres Bruders ist dann Eiríkur Ævarsson (= Ævars Sohn)



Zur Geschichte:

Rúna lebt mit ihrer Familie in Egilsstaðir, eine Ortschaft mit etwa 550 Einwohnern im Osten der Insel. Ihre Eltern haben dort eine Schafzucht, eine kleine Rentierherde mit etwa sechs Tieren, sowie einem kleinen landwirtschaftlichen Anteil, der aber nur dem Eigenbedarf und der Versorgung der Tiere dient.

Der Hof ist der größte der Umgebung und neben dem Fell der Rentiere wird z.B auch die Wolle der Schafe verkauft. Ihre Familie ist wohlhabend, gehört aber noch lange nicht zu den Reichsten auf der Insel sondern zählt wohl eher zur gut bürgerlichen Mittelschicht.

Kurz vor Rúnas 17. Geburtstag stirbt ihr Vater. Eine Tragödie für die ganze Familie. Der Sohn ist nun wohl oder übel gezwungen, die Leitung des Hofes und der Landwirtschaft zusammen mit seiner Mutter zu übernehmen, obwohl er andere Pläne (eigene Fischerei) gehabt hat. Am Anfang sehr wütend darüber, fügt er sich schnell in sein Schicksal und findet sogar Gefallen an der Arbeit. Besonders die Rentiere haben es ihm angetan.

Der Tod des Vaters bedeutet natürlich auch, dass Rúna mehr in die Arbeit auf dem Hof eingespannt wird, als es vorher der Fall gewesen war und mehr als ihr eigentlich lieb ist. Ihre Mutter Erla ist zwar nun das Familienoberhaupt und muss nun die Leitung und Organisation des Betriebes übernehmen; trotzdem versucht sie Rúna so viel Hof-freie Zeit wie möglich zu verschaffen, weil sie natürlich weiß, dass ihre Tochter einfach nicht für die Arbeit in der Viehzucht und Landwirschaft geeignet ist.

Rúna erinnert sie sehr an sich selbst. Auch sie musste früh im väterlichen Betrieb, einer Aal-Zucht, mithelfen. Dabei hasste sie Aale wie die Pest und ekelt sich noch heute vor ihnen. Und auch wie Rúna erhielt Erla viel Unterstützung durch ihre Mutter und ihre beiden älteren Schwestern. So gelang es ihr schließlich auch, den Beruf der Schneiderin zu erlernen, mit der offziellen Zustimmung des Vaters (der später in der Schenke sogar mit dem Talent seiner Tochter Erla angab und immer wieder bedeuerte, wie stolz er trotzdem auf sie sei.)

Dank der Unterstützung ihrer Mutter, geht Rúna, so oft es ihr jetzt möglich ist, an den nahe gelegenen See Lagarfljót, nicht nur, weil sie es schon immer dort hingezogen hat und sie ihn einfach wunderschön findet, sondern auch um den ganzen Schmerz über den Tod des Vaters ein wenig zu vergessen.
Der See ist insbesondere im Sommer sehr schön und sie kann die weidenden Schafherden beobachten. Hin und wieder erhascht sie auch einen Blick auf eine Rentierherde am anderen Ufer, die aus dem nahe gelegenden, größten Wald der Insel, zum Trinken an den See kommt.

Aber ihr heimlicher Grund, warum sie oft dort ist, ist der Lagarfljótwurm. Dabei handelt es sich um ein Tier, das angeblich im See leben soll. Eine Legende, die ihr Vater ihr immer erzählt hat (als kleines Kind wollte Rúna sie immer und immer und immer und immer wieder hören). Sie hofft, eines Tages einen Blick auf ihn zu erhaschen um ihn zeichnen zu können. Solange das jedoch nicht passiert, zeichnet sie alles, was ihr sonst vor die Augen kommt: Rentiere, Polarfüchse, Vögel ...

Oft gesellt sich dabei Galdur Ísolfsson, der Gelehrte, Heil- und Kräuterkundige, aus dem Dorf zu ihr um ihr Gesellschaft zu leisten. Galdur ist mittlerweile 68 Jahre alt, hat einen typischen Gelehrten-Bart, der viel zu lang ist und ständig im Kochtopf hängt oder über die frisch geschrieben Tinte streift.

Sein Ur-Ur-Großvater, ebenfalls ein Gelehrter und Schreiber, kam vor Jahrzehnten aus Amsivar hier her, da er einen ruhigen Ort für seine Studien suchte. Dort lernte er dann seine spätere Frau, die Tochter eines Fischers kennen und beschloss zu bleiben und sich endgültig niederzulassen.


Seit dem Tod ihres Vaters besucht Rúna den alten Mann sehr häufig, fast jeden Tag ist sie bei ihm. Er wird im Laufe der Zeit eine Art (Groß)vaterersatz für sie. Sie hilft ihm bei seinen Forschungen, sammelt in der näheren Umgebung bestimmte Pflanzen für ihn usw.

Galdur sucht schon lange nach einem Lehrling, doch die Burschen aus dem Dorf wollen alle nur Schäfer, Fischer oder Krieger werden. Keiner von ihnen hat sich überhaupt je für seine Arbeit interessiert. Er kann Rúnas Mutter davon überzeugen, dass er sehr auf ihre Unterstützung angewiesen ist und sie gerne unter seine Fittiche neben würde.

Da Eiríkur sich mittlerweile einen Arbeiter als Hilfe für den Hof gesucht hat, willigt sie erleichtert ein. Sie ist froh, dass Rúna etwas gefunden hat, was ihr offensichtlich sehr Spaß macht.

Galdur freut sich, dass er endlich jemanden gefunden hat, der sich für seine Tätigkeit begeistern kann und ihm hilft.
Also lässt er sie so oft wie möglich über die Schulter schauen. Er unterricht sie in Kräuterkunde und dem Trankbrauen. Und während er seine Aufzeichnungen in ein Buch notiert, macht sie die Zeichnungen dazu.

Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass die Theorie ihr eher liegt, als die Praxis. Den ersten Trank, den sie braut, verbreitet einen so merkwürdigen Dampf, der Vögel dazu bringt, in Galdurs Bart nisten zu wollen. Der zweite Trank hat die Konsistenz von Schlamm und etwa auch die Farbe davon. Der Gestank ist kaum zu ertragen, so dass beide aus der kleinen Hütte flüchten müssen. Galdur und Rúna sind sich einig, dass dies etwas ist, was sie nicht weiter versuchen wird zu erlenen.

Nun, da er so viel Gesellschaft hat, erzählt er ihr jeden Tag neue Geschichten aus dem für sie vollkommen unbekannten und manchmal wundersamen Land Amsivar, der Heimat seiner Vorfahren. Außerdem berichtet er von Ländern, in denen die Sonne "so heiß wie die Hitze eines Feuers" vom Himmel brennt und wo man Schnee nur aus Erzählungen kennt. Klar, dass sie total fasziniert ist.

Nebenbei versucht er ihr die amsivarische Sprache bei zu bringen, die er von seinem Vater gelernt hat. Er beherrscht viele verschiedene Sprachen u.a. weil er viele Schreiber, Heiler und andere Gelehrte als Freunde hat, mit denen er sich regelmäßig austauscht und die in allen Teilen der Welt leben.

Es dauert lange, bis Rúna die Sprache und das Lesen der Schrift so weit beherrscht, dass man sie kaum mehr von einem Muttersprachler unterscheiden kann. Sie arbeitet sehr hart dafür und rackert sich jeden Tag ab, übt zuhause bis spät in die Nacht in ihrer Kammer und unter dem schumrigen Licht einer Kerze. Zu diesem Zeitpunkt ist sie zwanzig Jahre alt.


Als der Sommer anbricht, erreicht ein Bote aus Amsivar Egilsstaðir, mit einem Hilfegesuch eines alten Freundes von Galdur. Er bittet ihn um einige Abschriften seiner Forschungen über Kräuterkunde (und Magie). Galdur selbst ist jedoch nicht mehr in der Lage derartig weite und anstrengende Reisen zu unternehmen. Er bittet also Rúna darum, die Schriften nach Aklamar zur Akademie zu bringen.

Sie willigt sofort ein ohne wirklich zu wissen, was sie erwartet. Galdur organisiert eine Überfahrt zum Festland, die ein bis zwei Wochen dauern wird, da ungünstige Winde zwischen der Insel und dem Festland Schiffe zu Umwegen zwingen und eine direkte Fahrt mit den Booten, die ihnen zur Verfügung stehen nicht möglich ist. Dafür sind sie nicht wendig genug. Zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Mutter trifft in den nächsten Tagen Rúna die letzten Reise-Vorbereitungen (Tasche packen, passende Kleidung, Nahrung, Ratschläge von Mutter, Hinweise von Galdur, Blöde Tipps von ihrem Bruder) und bricht schließlich auf ihre erste große Reise auf.

Auf dem Festland angekommen ist es für Rúna als betrete sie einen magischen Ort. Alles ist so... anders. Eben eine völlig andere Welt... und so weit weg von zuhause.


** Kurzform - wird noch ausgebaut - mir ist nur die Muse etwas abhanden gekommen :-) **

Rúna erreicht die Stadt ohne nennenswerte Zwischenfälle, aber mit jeder Menge neuer Zeichnungen im Gepäck, da sie dauernd irgendwo Rast gemacht hat und ein wenig trödelt. Sie findet Galdurs Freund, übergibt die Unterlagen und erhält im Gegenzug von ihm einige Abschriften für Galdur.

Da die Rückreise erst in 20 Tagen möglich ist, quartiert Galdurs Freund Rúna kurzerhand bei sich zuhause und seiner Frau ein, die sich so darüber freut, wieder einen jungen Menschen im Haus zu haben, dass sie Rúna direkt am Arm nimmt und sie durch die Stadt führt, ihr alles zeigt und sie zum Schluss auf dem Markt mitnimmt.

Als der Tag der Abreise gekommen ist, beschließt Rúna noch etwas zu bleiben, da sie noch soviel von dem Land sehen und entdecken möchte. Dabei vergisst sie, dass nicht immer eine Überfahrt auf die Insel möglich ist und dafür extra einer Fischer mit seinem großen Fischkutter beauftragt wurde, die Pendelfahrt zu übernehmen. Zudem wartet ihre Familie auf ihrer Rückkehr.

Aber so lernt sie ein Land und Leute besser kennen und als sie schließlich etwa ganze vierzig Tage später eine neue Überfahrt organisieren kann, weiß sie schon, dass sie wieder kommen wird, sobald es ihr möglich ist.

Auf dem Rückweg zurück zum Hafen macht sie einen Umweg durch einen kleinen Wald. Dort trifft sie zum ersten Mal auf Svea. Rúna entdeckt Svea am Fuße eines Hanges offensichtlich mitten in einem Ritual. Rúna ist so fasziniert, dass sie diese unbekannte Frau zeichnen will. Sie zückt also Zeichenbuch und Stift, tritt dabei zu nahe an den Abhang heran, verliert das Gleichgewicht und purzelt unkontrolliert mitten in das Ritual hinein.

Svea hält sie zunächst für eine Bedrohung, aber als sie erkennt, dass Rúna unbewaffnet ist, wird sie neugierig wer sie da unterbrochen hat. Die beiden fangen an zu plaudern, lernen sich ein wenig näher kennen und Svea beschließt daraufhin, Rúna den Rest des Weges zum Hafen zu begleiten.




Ähm... also das wars erst Mal von mir und meinem ... ähm ... Roman Rolling Eyes Ich freue mich auf Rückmeldung von euch.

Viele Grüße
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Rúna
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